Stoffwechselerkrankungen

Stoffwechselerkrankungen: Ursachen, Symptome und Behandlung

Bensheim. Stoffwechselerkrankungen und Symptome sind vielfältig und können unterschiedliche Organe sowie Körperfunktionen betreffen. Sie entstehen meist durch genetische Ursachen oder Lebensstilfaktoren und erfordern eine genaue Diagnose zur Behandlung.

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Was sind Stoffwechselerkrankungen und ihre Ursachen?

Stoffwechselerkrankungen entstehen, wenn lebenswichtige biochemische Abläufe im Körper gestört sind. Diese Abläufe, die sogenannten Stoffwechselprozesse, sind für Energiegewinnung und Zellregeneration essenziell. Ursache können angeborene genetische Defekte sein, die sich als Stoffwechselstorungen manifestieren, oder Umweltfaktoren und ein ungesunder Lebensstil, die eine Veranlagung verstärken. Oft resultiert die Erkrankung aus einem Zusammenspiel beider Aspekte.

Hormone spielen eine zentrale Rolle bei der Steuerung des Stoffwechsels. Ein Ungleichgewicht führt häufig zu einer Fehlregulation der enthaltenen Enzyme, was wiederum Stoffwechselprozesse beeinträchtigt. Das kann zum Beispiel zu einer Anreicherung schädlicher Substanzen, zu einem Mangel wichtiger Stoffwechselprodukte oder zu veränderten Zwischenprodukten führen.

Typische Stoffwechselerkrankungen und ihre Symptome

Die häufigsten Stoffwechselerkrankungen in Mitteleuropa sind Diabetes mellitus und Störungen der Schilddrüsenfunktion. Diabetes umfasst zwei Haupttypen: Typ 1 als Autoimmunerkrankung mit Insulinmangel und Typ 2 mit Insulinresistenz durch genetische und Lebensstilfaktoren. Symptome sind unter anderem erhöhter Blutzuckerspiegel und dadurch bedingte Zellunterversorgung.

Schilddrüsenerkrankungen wirken auf den gesamten Stoffwechsel. Bei einer Unterfunktion verlangsamt sich der Stoffwechsel etwa mit Symptomen wie Gewichtszunahme, Haarausfall und Erschöpfung. Eine Überfunktion zeigt sich durch Herzrhythmusstörungen, Nervosität und Gewichtsverlust. Weitere bekannte Erkrankungen sind Gicht, bei der Harnsäurekristalle unangenehme Entzündungen verursachen, und Mukoviszidose mit schweren Atem- und Verdauungsproblemen.

Typische Anzeichen für Stoffwechselerkrankungen sind:

  • Gewichtsabnahme oder Gewichtszunahme
  • Haarausfall
  • Erschöpfung
  • Bauchschmerzen und Übelkeit
  • Hautveränderungen

Diese Symptome sind unspezifisch und können auf verschiedene Krankheiten hindeuten, weswegen eine ärztliche Abklärung wichtig ist.

Diagnose und Behandlung von Stoffwechselerkrankungen

Die Diagnose erfolgt durch Analyse von Blutwerten, Hormonen und gegebenenfalls Gentests. Blutuntersuchungen zeigen beispielsweise Veränderungen bei Schilddrüsenhormonen, Blutzucker oder Harnsäure an. Familiäre Krankheitsgeschichte unterstützt oft das Erkennen einer Stoffwechselerkrankung. Im Neugeborenenscreening werden bestimmte Stoffwechselstörungen früh erkannt, um Folgeschäden zu vermeiden.

Die Behandlung richtet sich nach der Art der Erkrankung und kann Medikamente, Ernährungsumstellungen und Physiotherapie umfassen. Beispielsweise helfen Insulin und blutzuckersenkende Mittel bei Diabetes. Ernährung spielt besonders bei genetischen Störungen eine bedeutende Rolle, etwa durch das Weglassen bestimmter Nahrungsmittel. Physiotherapie wird bei Krankheiten wie Mukoviszidose eingesetzt, um Atemprobleme zu lindern.

„Viele Stoffwechselerkrankungen lassen sich medikamentös gut behandeln. Das gilt beispielsweise für Gicht und Diabetes sowie für Schilddrüsenfunktionsstörungen“, sagte ein Facharzt.

Wichtig ist außerdem, Risikofaktoren wie Übergewicht, Rauchen, Alkoholkonsum und Bewegungsmangel zu vermeiden, da sie den Ausbruch oder die Verschlechterung von Stoffwechselerkrankungen begünstigen können.

Weitere Informationen zu Gesundheitsthemen finden Sie auf regionalupdate.de. Eine seriöse Informationsquelle zu Stoffwechselerkrankungen bietet auch die Webseite des Robert Koch-Instituts (RKI).

Ausblick auf Prävention und weitere Schritte bei Stoffwechselerkrankungen

Die Prävention von Stoffwechselerkrankungen basiert vor allem auf einem gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, regelmäßiger Bewegung und Vermeidung schädlicher Substanzen wie Tabak und Alkohol. Für Betroffene sind regelmäßige ärztliche Kontrollen wichtig, um Folgeerkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Zukünftige Entwicklungen in der Forschung könnten neue Therapieansätze hervorbringen, insbesondere für seltene oder genetisch bedingte Stoffwechselerkrankungen. Die frühzeitige Diagnose durch Gentests im Neugeborenenscreening bleibt ein wichtiger Baustein, um langfristige Gesundheitsfolgen zu minimieren.

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