Verden/Walsrode/Rotenburg. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat ein Erdbeben der Magnitude 2,1 südwestlich von Visselhövede registriert. Dieses seismische Ereignis ist Teil der beobachteten Erdbeben Niedersachsen 2024.
Erdbeben in Niedersachsen
Lage und Stärke des Erdbebens
Am Morgen um 4.57 Uhr wurde das Erdbeben etwa zehn Kilometer südwestlich von Visselhövede im Dreiländereck der Landkreise Verden, Rotenburg (Wümme) und Heidekreis aufgezeichnet. Mit einer Magnitude von 2,1 überschritt das Ereignis die Wahrnehmungsschwelle von 1,9, ab der Menschen Erschütterungen spüren können. Bisher sind jedoch keine Meldungen von verspürten Erschütterungen bei den Behörden eingegangen.
Zusammenhang mit Erdgasförderung
Das Epizentrum befindet sich zwischen den Erdgasfeldern Hamwiede und Weissenmoor. Die Erdgasförderung kann zu Spannungen im Untergrund führen, die sich in Form sogenannter induzierter Erdbeben lösen. Diese verursachen manchmal spürbare, aber meist ungefährliche Erschütterungen an der Oberfläche. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie untersucht derzeit genauer die Ursachen des Ereignisses.
„Die genaue Ursache des aktuellen Ereignisses wird zurzeit in detaillierten Untersuchungen analysiert“, teilte das LBEG mit.
Meldeverfahren für Beobachtungen
Anwohner, die das Erdbeben spürten, werden gebeten, ihre Erfahrungen über einen Fragebogen auf der Internetseite des Niedersächsischen Erdbebendienstes zu melden. Diese Angaben helfen bei der exakten Bestimmung des Epizentrums und der Einschätzung möglicher Auswirkungen.
Hintergrund zur Erdbebenüberwachung in Niedersachsen
Der Niedersächsische Erdbebendienst (NED) am LBEG registriert jährlich im Durchschnitt etwa fünf seismische Ereignisse, von denen rund ein Drittel spürbar sind. Die Überwachung erfolgt in Kooperation mit dem Erdbebendienst des Bundes an der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Schäden durch diese Erdbeben sind nach bisheriger Erfahrung nicht zu erwarten.
Weitere Informationen und die Meldemöglichkeit finden Sie auf der Website des LBEG unter Niedersächsischer Erdbebendienst. Detaillierte Daten zu vergangenen Erdbeben bietet die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe.
Ausblick und weiterführende Maßnahmen
Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie wird die Auswertung dieses seismischen Ereignisses fortsetzen und die Öffentlichkeit über Ergebnisse informieren. Betroffene sind eingeladen, Beobachtungen zu melden, um die Datenlage zu verbessern. Der regelmäßige Informationsfluss über Erdbeben in Niedersachsen unterstützt die Bewertung möglicher Risiken im Zusammenhang mit der Erdgasförderung.
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