LBEG meldet Erdbeben Magnitude 2,6 in Niedersachsen

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Verden. Am Abend hat der Niedersächsische Erdbebendienst (NED) am Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) ein weiteres Erdbeben der Magnitude 2,6 rund zehn Kilometer südwestlich von Visselhövede registriert. Das Erdbeben zählt zu den spürbaren Ereignissen bei der Erdgasförderung in Niedersachsen und sorgt für Rückmeldungen aus der Bevölkerung zum Thema Erdbeben Niedersachsen 2 6.

Seismisches Ereignis spüren

Erneutes Beben im Landkreis-Dreieck

Das Erdbeben ereignete sich am Abend um 20.37 Uhr im Gebiet zwischen den Landkreisen Verden, Rotenburg (Wümme) und Heidekreis. Bereits in den frühen Morgenstunden war an nahezu derselben Stelle ein Erdbeben mit der Lokalmagnitude 2,1 gemessen worden. Die räumliche und zeitliche Nähe der Ereignisse zeigt ein wiederkehrendes Muster, das bei der Beobachtung von Erdbeben in dieser Region typisch ist. Bis 22 Uhr gingen beim NED rund 20 Meldungen ein, in denen Anwohner von verspürten Erschütterungen berichteten. Menschen nehmen solche Erdbeben ab einer Magnitude von 1,9 erfahrungsgemäß wahr.

Ursache und Auswirkungen der Erdbeben

Die Erdbeben treten im Bereich der Erdgasfelder Hamwiede und Weissenmoor auf. Die Erdgasförderung verändert Spannungen im tiefen Untergrund. Dabei kann es zum impulsartigen Abbau dieser Spannungen an Schwächezonen kommen, was als „induzierte Erdbeben“ bezeichnet wird. Die genaue Ursache dieses aktuellen Ereignisses wird derzeit in detaillierten Untersuchungen vom LBEG und in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) geprüft.

„Die Förderung von Erdgas führt zu Spannungen im tiefen Untergrund. Wenn diese an Schwächezonen impulsartig abgebaut werden, kann es zu spürbaren Erschütterungen an der Oberfläche kommen“, erklärt das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie.

Beteiligung der Bevölkerung

Anwohner, die das Erdbeben gespürt haben, sind aufgefordert, ihre Beobachtungen über einen Online-Fragebogen auf der Webseite des LBEG zu melden. Diese Angaben helfen, das Epizentrum genauer zu bestimmen und die Auswirkungen besser einzuschätzen. Der NED weist darauf hin, dass in den vergangenen drei Jahren im Schnitt fünf seismische Ereignisse pro Jahr registriert wurden, wovon etwa ein Drittel für Menschen spürbar war.

  • Erdbeben der Magnitude ab 1,9 lassen sich bei Erdgasfördergebieten wahrnehmen.
  • Im Gebiet zwischen Verden, Rotenburg und Heidekreis kam es heute zu zwei Erdbeben (2,1 und 2,6).
  • Die Bevölkerung wird zur Meldung von Erschütterungen eingeladen, um die Datenlage zu verbessern.

Weiterführende Informationen und eine Liste der vergangenen Erdbeben finden Interessierte auf der Webseite des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG). Weitere Details zur Erdbebenüberwachung bietet auch der Erdbebendienst der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).

Für aktuelle Berichte zum Thema und weitere regionale Nachrichten besuchen Sie regionalupdate.de.

Weitere Überwachung und Entwicklungen

Der Niedersächsische Erdbebendienst (NED) am LBEG wird die Situation weiterhin genau beobachten und die Daten auswerten. Die Zusammenarbeit mit Bundesbehörden soll dazu beitragen, die Ursachen der induzierten Erdbeben präzise zu analysieren und gegebenenfalls Empfehlungen für die Erdgasförderung abzuleiten. Anwohner werden gebeten, weiterhin ihre Beobachtungen mitzuteilen, um ein vollständiges Bild der seismischen Aktivitäten zu gewährleisten.

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