Angehörigengruppe Mittelhessen unterstützt Familien seit 25 Jahren

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Gießen. Die Angehörigengruppe psychisch Erkrankte Mittelhessen unterstützt Familien und Freunde von Betroffenen seit 25 Jahren mit Informationsangeboten und einem geschützten Austauschraum. Die enge Zusammenarbeit mit der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des UKGM fördert dabei Verständnis und Umgangskompetenz.

Starker Zusammenhalt schaffen – Angehörigengruppe psychisch Erkrankte

Die Angehörigengruppe Mittelhessen e.V. wurde vor einem Vierteljahrhundert gegründet, um Menschen, die nahe Verwandte mit psychischen Erkrankungen begleiten, professionell zu informieren und sie im Umgang mit der Erkrankung zu stärken. Die Gruppe trifft sich monatlich in einem eigenen Seminarraum der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Gießen-Marburg (UKGM).

Unterstützung durch medizinische Fachkräfte

Zu Beginn eines Treffens berichtet der leitende Oberarzt und stellvertretende Klinikdirektor Dr. med. Bernd Hanewald über Krankheitsbilder, medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten und verschiedene Fragen zur Patientenbetreuung. Zusätzlich steht eine pflegerische Mitarbeiterin für fachliche Unterstützung bereit. Die Themen werden teils von den Angehörigen selbst vorgeschlagen, um auf aktuelle Anliegen einzugehen.

Selbsthilfe und Erfahrungsaustausch

Im Anschluss tauschen sich die Betroffenen untereinander aus, teilen ihre Erfahrungen und erörtern hilfreiche Strategien für das Familienleben mit psychisch Erkrankten. Die Mitglieder gewinnen so ein größeres Verständnis und lernen, ihre Erwartungen an die erkrankte Person neu zu justieren. Die Gruppe bietet auch eine soziale Komponente, da sich die Teilnehmenden nicht allein fühlen.

„Man muss gemeinsam neue Horizonte finden und lernen zu begleiten, statt ständig zu intervenieren“, sagte Renate Grolig, Mitglied der Selbsthilfegruppe.

Angehörige berichten häufig von hoher Belastung, die sich körperlich und psychisch bemerkbar machen kann. Deshalb ist die Abgrenzung zur Selbstfürsorge ein wichtiges Thema, um langfristig verlässlich unterstützen zu können.

Die enge Kooperation mit der Klinik ermöglicht zudem eine Vernetzung, welche auch medizinisches Personal einbindet. Das regelmäßige Erleben der Sorgen und Fragen der Angehörigen trägt zur besseren Versorgung stationärer Patienten bei.

„Während andere Selbsthilfegruppen sich in Nebenräumen von Gaststätten treffen müssen, haben wir hier unseren eigenen Raum“, betont Gerhard Weißler, langjähriges Mitglied der Gruppe.

Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten sind auf der offiziellen Webseite unter www.angehoerige-mittelhessen.de zu finden.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Angehörigengruppe psychisch Erkrankte – Regionale Bedeutung und praktische Unterstützung

Die Angehörigengruppe Mittelhessen stellt für Familien in der Region Gießen eine wichtige Anlaufstelle dar. Sie bietet Orientierung in einer oft unübersichtlichen Situation und vermeidet Isolation. Das Wissen über Erkrankungen und der kontinuierliche Erfahrungsaustausch tragen dazu bei, den Alltag besser zu meistern.

Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: Wer in der Familie oder im Freundeskreis mit den Folgen psychischer Erkrankungen konfrontiert ist, findet hier kompetente Begleitung und ein empathisches Netzwerk. Darüber hinaus ist die Kooperation mit dem UKGM ein Beispiel für gelungene Verzahnung zwischen Selbsthilfe und medizinischer Versorgung.

Langfristig sind weitere Treffen und mögliche Erweiterungen des Angebots geplant, um die Unterstützung weiter auszubauen. Gleichzeitig bleibt die Angehörigengruppe ein Raum, in dem neue Mitglieder jederzeit willkommen sind.

Interessierte finden weitere Beiträge zu regionalen Gesundheitsthemen auf regionalupdate.de und seriöse Informationen zur psychischen Gesundheit beim Bundesgesundheitsministerium.

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