München. Ein kleiner Unfall im Straßenverkehr kann für Autobesitzer schnell teuer werden, denn die Reparaturkosten Auto Alltag steigen deutlich an. Eine aktuelle ADAC-Studie vergleicht die Kosten für typische Parkrempler und den Austausch der Windschutzscheibe bei verschiedenen Fahrzeugmodellen und zeigt große Unterschiede auf.
Reparaturkosten steigen stark
Unterschiede bei Windschutzscheibenreparaturen
Moderne Fahrzeuge sind mit zahlreichen Assistenzsystemen ausgestattet, deren Sensoren und Kameras bei einem Schaden oft mit repariert oder kalibriert werden müssen. Das führt zu deutlich höheren Kosten beim Austausch der Windschutzscheibe als früher.
- Beim VW Golf liegt der Brutto-Preis bei über 2400 Euro.
- Der MG4 ist mit unter 1000 Euro deutlich günstiger.
- Trotz gleicher Bauweise kosten Suzuki Swace und Toyota Corolla unterschiedliche Preise, wobei der Suzuki über 200 Euro teurer ist.
Diese Preisunterschiede zeigen, dass neben Materialaufwand auch Herstellervorgaben die Kosten beeinflussen.
Hohe Kosten bei Parkremplern vorne und hinten
Bei einem Unfall an der Fahrzeugfront sind oft Scheinwerfer und Stoßfänger betroffen. Die Lichttechnik ist hier ein wesentlicher Kostentreiber. Während der Fiat 500 mit rund 3000 Euro Reparaturkosten vergleichsweise günstig bleibt, verursacht der BMW 330e aufgrund seines teuren Laser-Scheinwerfers fast 8000 Euro an Kosten.
Auch beim Heckschaden schwanken die Reparaturkosten erheblich. Beim Tesla Model Y fallen sie mit circa 2800 Euro am günstigsten aus, da hier auf zusätzliche Sensoren am Heck verzichtet wird.
„Hersteller sollten dafür sorgen, dass die verbauten Systeme robust, langlebig und reparaturfreundlich ausgelegt werden“, fordert der ADAC.
Einfluss von Herstellervorgaben und Reparaturmodalitäten
Laut ADAC sind hohe Reparaturkosten auch auf Vorgaben der Hersteller zurückzuführen. So werden bei Stoßfängerschäden oft komplette Bauteile statt einzelner Komponenten gewechselt, da sonst die nachfolgende Lackierung die Sensorfunktion beeinträchtigen könnte. Dabei werden Austauschstoßfänger meist nur grundiert geliefert und müssen anschließend noch individuell lackiert werden. Dies führt zu unnötigen Kostensteigerungen.
Zu den Empfehlungen des ADAC zählt deshalb, bei der Reparatur unterschiedliche Werkstätten aufzusuchen und Kostenvoranschläge zu vergleichen. Insbesondere freie Werkstätten können oft mit günstigeren Stundensätzen überzeugen und so die Gesamtkosten senken.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Regionale Bedeutung und Tipps für Verbraucher
Die steigenden Reparaturkosten belasten Autobesitzer auch in der Region München. Neben den finanziellen Auswirkungen führen die höheren Kosten oft zu steigenden Versicherungsbeiträgen.
Verbraucher sollten bei der Schadenregulierung sorgfältig vorgehen und mehrere Kostenvoranschläge einholen, um Preisunterschiede nutzen zu können. Lokale freie Werkstätten bieten dabei eine attraktive Alternative zu Markenwerkstätten.
Die ADAC-Studie unterstreicht zudem die Relevanz von nachhaltigen Reparaturkonzepten. Reparaturfreundliche Fahrzeugtechnik kann zukünftig Kosten senken und ist ressourcenschonender.
Weiterführende Informationen zu Reparaturkosten und Empfehlungen gibt es auf regionalupdate.de sowie auf der offiziellen ADAC-Webseite zur Reparaturkostenübersicht ADAC Reparaturkostenvergleich.
