Berlin. Auf der 62. Münchner Sicherheitskonferenz vom 13. bis 15. Februar diskutieren internationale Vertreter die Bedeutung von Resilienz in der Sicherheitspolitik. Der TÜV-Verband unterstreicht dabei die Notwendigkeit, Resilienz als zentrales Element im Sicherheitskonzept zu verankern, um auch bei Störungen handlungsfähig zu bleiben.
Sicherheit neu denken: Resilienz Sicherheitspolitik Zentrum
Resilienz als Schlüssel zur gesellschaftlichen Sicherheit
Resilienz beschreibt die Fähigkeit einer Gesellschaft, Krisen zu überstehen und kontinuierlich funktionsfähig zu bleiben. Dabei geht es nicht allein um militärische Stärke, sondern vor allem um die Stabilität kritischer Infrastrukturen. Einrichtungen wie Krankenhäuser, Schulen und Pflegeeinrichtungen sowie die Energie- und Wasserversorgung müssen selbst bei Stromausfällen oder Cyberangriffen funktionsfähig sein. Auch Verkehr und digitale Netzwerke spielen eine zentrale Rolle für die umfassende Sicherheit.
Rechtliche und europäische Herausforderungen
Deutschland verfügt bereits heute über Notstromsysteme und technische Sicherheitsanforderungen. Dennoch betont der TÜV-Verband die Dringlichkeit klarerer und verbindlicherer rechtlicher Vorgaben. Notwendig sind regelmäßige Prüfungen sowie Nachweispflichten und konsequente Nachkontrollen. Darüber hinaus fordert der Verband eine stärkere Koordinierung auf europäischer Ebene, um einheitliche Sicherheitsstandards zu gewährleisten und eine effektive Krisenbewältigung über Grenzen hinweg zu ermöglichen.
„Zur Sicherheit eines Landes gehört auch das verlässliche Funktionieren unserer Gesellschaft, gerade in Krisen. Resilienz bedeutet: In kritischen Situationen handlungsfähig bleiben und grundlegende Versorgung aufrechterhalten“, sagte Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands.
Mehr zum Thema Sicherheitsinfrastrukturen und Prüfstandards finden Sie auf der Webseite des TÜV-Verbands.
Für weiterführende Informationen zur 62. Münchner Sicherheitskonferenz besuchen Sie die offizielle Seite der Münchner Sicherheitskonferenz.
Ausblick auf weitere Entwicklungen im Bereich Resilienz
In den kommenden Monaten plant der TÜV-Verband weitere Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern, um die Umsetzung klarer Sicherheitsstandards voranzutreiben. Ziel ist eine engere europäische Zusammenarbeit und die Etablierung verbindlicher Prüfprozesse. Erste konkrete Initiativen hierzu werden voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2026 vorgestellt. Weitere Berichte und Analysen zu Entwicklungen in der Sicherheitspolitik bietet Ihnen regionalupdate.de.