Penzberg. Roche investiert 300 Millionen Euro in ein neues Innovationszentrum, um die Diagnostikforschung und -entwicklung am Standort Penzberg voranzutreiben. Das moderne Gebäude reduziert Entwicklungszeiten und setzt Maßstäbe bei Nachhaltigkeit, was die roche diagnostik innovativ macht.
Innovationen in Penzberg
Roche hat in Penzberg ein hochmodernes Diagnostik-Innovationszentrum errichtet, das mit einer Fläche von rund 23.000 Quadratmetern zu den größten Investitionen des Unternehmens in Deutschland zählt. Der Neubau ist Teil einer Investitionsagenda, die seit 2020 über 3,5 Milliarden Euro umfasst, wovon die Hälfte ausschließlich in Penzberg fließt. Auf dem Gelände, das der Größe von drei Fußballfeldern entspricht, werden künftig rund 1.000 Beschäftigte an der Entwicklung moderner In-vitro-Diagnostika arbeiten. Die Forschung konzentriert sich auf wichtige Bereiche wie Neurologie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Infektionskrankheiten, mit dem Ziel, personalisierte Medizin voranzubringen.
Der Neubau zeichnet sich durch eine umfassende Digitalisierung aus. Mit knapp 630 Kilometern Datenkabel, mehr als 4.400 intelligenten Sensoren sowie vollautomatisierten Prozessen und Robotik-Technologien können zentrale Entwicklungsprozesse um 30 Prozent schneller abgeschlossen werden. Ein besonderes Highlight ist der automatisierte „Cube“, der 2,5 Millionen biologische Proben bei minus 80 Grad Celsius lagert. Diese Infrastruktur ermöglicht eine schnellere, zuverlässigere und reproduzierbare Testentwicklung.
Automatisierung und Nachhaltigkeit im Fokus
Die Arbeitswelten im neuen Innovationszentrum sind bewusst prozessbasiert gestaltet, sodass Teams aus verschiedenen Fachbereichen enger zusammenarbeiten und gemeinsam genutztes Equipment effizient einsetzen. Zugleich fördert die Architektur mit offenen Strukturen und inspirierenden Zonen den Austausch und konzentriertes Arbeiten.
Mit Blick auf den Energieverbrauch setzt das Gebäude neue Standards: Der Energiebedarf ist um 70 Prozent niedriger als bei vergleichbaren Laborgebäuden früherer Generationen – erreicht durch eine nachhaltige Holz-Hybridbauweise, intelligente Energiemanagementsysteme und die Nutzung von Abwärme sowie einer Photovoltaikanlage auf dem Dach. So ist ein CO2-freier Betrieb möglich, der die Roche-Nachhaltigkeitsziele unterstützt, die bis 2045 vollständige Klimaneutralität vorsehen.
„Unsere Investition in Penzberg ist ein klares Bekenntnis zum Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Deutschland“, sagte Thomas Schinecker, CEO der Roche-Gruppe.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Fortschritt für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Penzberg
Das neue Diagnostik-Innovationszentrum stärkt Penzberg als globales Innovationszentrum und sendet ein wichtiges Signal für die Wettbewerbsfähigkeit der Pharmabranche in Deutschland und Europa. Die Forschungsergebnisse sollen frühere Diagnosen ermöglichen und damit Therapien präzisieren. Die Investitionen sind eingebettet in die Hightech-Agenda der Bundesregierung, die nachhaltige Gesundheitsversorgung und technologische Entwicklung unterstützt.
Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das konkret: schnellere Verfügbarkeit innovativer Diagnoseverfahren, verbesserte Gesundheitsversorgung und langfristig auch Entlastungen im Gesundheitswesen durch präventivere Maßnahmen. Die offizielle Inbetriebnahme des gesamten Innovationszentrums ist für Juni 2026 geplant. Roche fordert weiterhin verlässliche politische Rahmenbedingungen, um die Zukunftsfähigkeit des Standorts sicherzustellen.
Weitere Informationen zur Diagnostikforschung in Deutschland finden Sie auf regionalupdate.de. Detaillierte Einblicke in die technologische Ausstattung des Zentrums gibt die Pressemappe von Roche unter roche.de. Hintergrundwissen zu Diagnostik und Gesundheit bietet unter anderem das Bundesministerium für Gesundheit unter bundesgesundheitsministerium.de.
