24 Schülerinnen und Schüler aus Israel

Schülergruppe aus Israel am Gymnasium Paulinum in Münster zu Gast

Münster. Eine Schülergruppe aus Israel ist derzeit am Gymnasium Paulinum in Münster zu Gast. 24 Jugendliche aus Rishon LeZion und Kaabiye nehmen an einem interkulturellen Kunstprojekt teil, das den interreligiösen Dialog fördert und Grenzen überwinden soll. Die schuelergruppe israel muenster arbeitet gemeinsam mit deutschen Schülerinnen und Schülern an kreativen Kunstwerken.

Schueler aus Israel in Münster

Die 24 Schülerinnen und Schüler aus Israel stammen aus der Partnerstadt Rishon LeZion und der Gemeinde Kaabiye. Seit dem 9. Februar sind sie am Gymnasium Paulinum zu Gast. Dort steht das Projekt „Building Bridges“ im Mittelpunkt, das auf der Zusammenarbeit mit dem Kunstprojekt „Between Fences“ basiert. Im Vorjahr hatten sich die Jugendlichen virtuell über die digitalen Kunstwerke ausgetauscht, nun erfolgt ein persönliches Treffen.

Kulturelle und sprachliche Vielfalt

Die israelischen Schülerinnen und Schüler kommen von zwei Schulen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Das Gymnasium Gan Nahum aus Rishon LeZion ist jüdisch geprägt mit Hebräisch als Unterrichtssprache. Die Tomashin Highschool aus Kaabiye, gegründet von Beduinen, ist von Muslimen geprägt und unterrichtet auf Arabisch. Das Projekt bringt so christliche, jüdische und muslimische Jugendliche zusammen.

Workshops und Besuch im Friedenssaal

Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Paulinum nahmen die Gäste an Kunstworkshops teil, die von deutschen und israelischen Lehrkräften geleitet wurden. Ziel war es, Kunstwerke zu schaffen, die die Verbindung verschiedener Religionen, Nationen und Sprachen symbolisieren. Ergänzend besuchte die Gruppe den Friedenssaal im Historischen Rathaus von Münster und konnte so historische Bedeutung von Frieden und Dialog vor Ort kennenlernen.

„Die Schulbegegnung hat eindrucksvoll gezeigt, wie interkultureller und interreligiöser Dialog gelingen kann. Wir haben junge Menschen erlebt, die durch kreative Prozesse Brücken gebaut und ein respektvolles und weltoffenes Miteinander gestaltet haben“, sagte Christiane Lösel, Leiterin des Büros Internationales der Stadt Münster.

„Wichtigste Aufgabe von Schule ist es, junge Menschen zusammenzubringen, die gemeinsam die Zukunft gestalten – eine friedliche Zukunft“, erläuterte Dr. Tobias Franke, Schulleiter des Gymnasiums Paulinum.

Die Begegnung ist die erste seit dem Terrorangriff auf Israel im Oktober 2023 und wurde durch das Büro Internationales der Stadt Münster, die beteiligten Kommunen und Schulen organisiert. Gefördert wurde das Projekt aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen durch Engagement Global.

Weiterer Verlauf und Perspektiven der schuelergruppe israel muenster

Der Aufenthalt der Schülergruppe in Münster endet am 12. Februar 2026. Die Jugendlichen kehren an diesem Tag gemeinsam mit ihren Begleitpersonen nach Israel zurück. Das Gymnasium Paulinum sowie die Kommunen Münster, Rishon LeZion und Kaabiye planen, die Zusammenarbeit weiterzuführen und den interreligiösen Austausch zu fördern.

Weitere Informationen zum Schüleraustausch und zu interkulturellen Projekten in Münster bietet das Büro Internationales der Stadt Münster. Hintergrundinformationen zu Förderprogrammen wie Engagement Global sind unter www.engagement-global.de verfügbar.

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