IHK Emsland diskutiert Beschleunigung von Bauverfahren

Meppen. Die Beschleunigung von Bau- und Planungsverfahren ist ein zentrales Thema im Landkreis Emsland. Beim jüngsten Treffen des IHK-Regionalausschusses wurden konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Abläufe erörtert, um Investitionen und wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Die Fokus-Keyphrase „Beschleunigung Bauverfahren Emsland“ steht dabei im Mittelpunkt.

Beschleunigung Bauverfahren jetzt

Herausforderungen bei Bau- und Planungsverfahren

Im Landkreis Emsland wirken sich lange Genehmigungsfristen negativ auf die Wirtschaft aus. Hendrik Kampmann, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses, unterstrich die Bedeutung von Tempo, Verlässlichkeit und Planungssicherheit für Unternehmen am Standort. Verzögerte Abläufe behinderten Investitionen und damit die wirtschaftliche Dynamik.

Kreisbaurat Dr. Michael Kiehl stellte daraufhin mehrere neue Ansätze vor, die auf eine effizientere Gestaltung der Verfahren abzielen. Dazu gehören die Nutzung des von der Bundesregierung eingeführten „Bauturbos“, digitale Bauämter und frühzeitige Antragskonferenzen. Diese Instrumente sollen die Verfahren transparenter und schneller machen.

Die Rolle des „Bauturbos“ und weitere Maßnahmen

Der „Bauturbo“ wird von den Gemeinden im Emsland grundsätzlich positiv bewertet und soll die Chancen auf zügigere Genehmigungen bieten. Dr. Kiehl relativierte jedoch seine Wirkung auf die Finanzierbarkeit von Bauprojekten, die weiterhin als wesentliches Hemmnis gesehen wird. Um Kosten zu senken, müsse auch über neue Bauformen, wie das serielle Bauen, sowie die Überprüfung von Standards diskutiert werden.

Die Diskussion im Ausschuss hob hervor, dass klare Zuständigkeiten und digitale Prozesse eine wichtige Voraussetzung für effiziente Bauverfahren sind. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Landkreis und Wirtschaft soll die Abläufe weiter verbessern.

Fortschritte beim Ausbau der erneuerbaren Energien

Neben der Beschleunigung von Bauverfahren wurde der Ausbau erneuerbarer Energien im Emsland thematisiert. Das gesetzliche Flächenziel für Windenergie wurde erreicht. Genehmigungsverfahren für Windkraftanlagen liefen zuletzt verlässlich und zügig ab, was innerhalb des Gremiums positiv bewertet wurde. Dennoch bleibt der weitere Ausbau eine wichtige Aufgabe, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und langfristige wirtschaftliche Perspektiven zu stärken.

„Die Gemeinden im Emsland sind bereit, die Chancen des Bauturbos zu nutzen“, erklärte Kreisbaurat Dr. Michael Kiehl.

Wirtschaftliche Bedeutung des Sports für die Region

Der IHK-Regionalausschuss nahm auch die Rolle des Sports als Wirtschaftsfaktor in den Blick. Der SV Meppen erläuterte, wie Heimspiele Wertschöpfung in Gastronomie, Hotellerie und Einzelhandel erzeugen. Zudem profitierten regionale Lieferketten etwa in Bau, Technik und Dienstleistungen von Aufträgen durch den Verein. Sportliche Profile stärkten das Image der Region über die Landkreisgrenzen hinaus, so Geschäftsführer Florian Egbers.

Ilona Grönniger vom Kreissportbund betonte die Bedeutung der Vereine für Fachkräftesicherung und Arbeitgeberattraktivität. Sportvereine seien wichtige Kontaktplattformen für junge Menschen und ermöglichten Verbindungen zu Ausbildung und dualen Studiengängen. Die Sporthilfe Emsland unterstütze Athleten, Vereine und Projekte und fördere damit die Verbindung zwischen Wirtschaft und Sport.

Weitere Entwicklungen und Ausblick

Der IHK-Regionalausschuss im Landkreis Emsland trifft sich drei Mal jährlich. Das Gremium besteht aus Unternehmerinnen und Unternehmern, die ihre Erfahrungen einbringen und wirtschaftsrelevante Themen diskutieren. Aktuell beraten sie den Entwurf der IHK-Kommunalpolitischen Positionen zur Kommunalwahl 2026 und tauschen sich zur wirtschaftlichen Lage aus.

Für weiterführende Informationen zur Wirtschaft im Emsland empfiehlt sich ein Blick auf die Webseite der IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim sowie wissenswerte Details zur Bauleitplanung beim Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.

Die Beschleunigung der Bauverfahren im Emsland bleibt ein vorrangiges Ziel, um Investitionen und wirtschaftliches Wachstum zu sichern. Geplante Maßnahmen wie der Einsatz digitaler Bauämter und der „Bauturbo“ sollen dazu beitragen, die Verfahren transparenter und schneller zu gestalten. Zugleich wird der Fokus auf die Erreichung von Kosteneffizienz und innovative Baukonzepte gelegt. Weitere Beratungen des IHK-Regionalausschusses werden kommende Impulse geben, besonders im Vorfeld der Kommunalwahl 2026.

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