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ver.di Tarifforderungen an CineStar wirtschaftlich nicht tragbar

Lübeck. Die Tarifverhandlungen zwischen der CineStar-Gruppe und der Gewerkschaft ver.di gestalten sich schwierig. Die CineStar Tarifforderungen ver.di seitens ver.di zur Lohnsteigerung und Sonderzahlung werden von CineStar als wirtschaftlich nicht tragbar bewertet.

Tarifforderungen im Fokus

Die Verhandlungen am 5. Februar 2026 zwischen CineStar und ver.di drehen sich vor allem um erhebliche Lohnsteigerungen für Servicekräfte. ver.di fordert Lohnerhöhungen zwischen 23,1 % und 31,5 % sowie eine Anhebung der Jahressonderzahlung um 76 %. Aus Sicht der CineStar-Gruppe liegen diese Forderungen weit über dem, was im aktuellen Marktumfeld finanziell möglich ist.

Wirtschaftliche Herausforderungen für CineStar

Oliver Fock, Geschäftsführer der CineStar-Gruppe, erläutert, dass die Kinoindustrie sich noch nicht vollständig von den Folgen der Pandemie erholt hat. Die Besucherzahlen bleiben hinter den Erwartungen zurück, während Kosten für Mieten, Energie, Instandhaltung und Wareneinsatz deutlich gestiegen sind. Viele Kinos operieren bereits an der Grenze ihrer Wirtschaftlichkeit. Hinzu kommt ein erheblicher Investitionsbedarf, um die Kinos zukunftsfähig zu machen.

Stellungnahme zu den Forderungen von ver.di

Michael Strohmenger, ebenfalls Geschäftsführer bei CineStar, geht auf die Argumentation der Gewerkschaft ein. ver.di erklärt die Lohnforderungen mit dem Schutz vor Altersarmut bei Vollbeschäftigten. Strohmenger weist darauf hin, dass die Tätigkeit der Servicekräfte meist nur eine temporäre Nebentätigkeit für Studenten oder geringfügig Beschäftigte für drei bis vier Jahre darstellt. Diese Tätigkeit sei dem Niedriglohnsegment zuzuordnen und nicht für eine dauerhafte Existenzsicherung ausgelegt.

„Diese Erwartung kann und darf an diese Tätigkeit nicht angelegt werden“, betont Strohmenger.

CineStar fordert ver.di auf, ihre Forderungen zu überdenken und ein Angebot zu unterbreiten, das sowohl die Mitarbeiterinteressen als auch die langfristige Sicherung der Kinos berücksichtigt.

Belegbare Zahlen und Unternehmensangaben finden sich auf der offiziellen Webseite von CineStar sowie weiterführende Informationen zu Tarifverhandlungen bei ver.di unter verdi.de.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

CineStar – Bedeutung für die Region und zukünftige Entwicklungen

Die CineStar-Gruppe betreibt 44 Kinos in Deutschland, darunter Multiplexe und Arthouse-Kinos. Mit Sitz in Lübeck ist das Unternehmen regional von Bedeutung und Teil der australischen Event Hospitality & Entertainment Limited. Für Kinobesucher in der Region hat die wirtschaftliche Situation der Betreiber direkten Einfluss auf Programmvielfalt und Kinoerlebnisse.

Für die Beschäftigten sind faire Arbeitsbedingungen und angemessene Löhne wichtig. Die laufenden Verhandlungen zeigen, wie komplex die Balance zwischen wirtschaftlicher Belastbarkeit und Arbeitnehmerinteressen ist. Ein zukünftiges Tarifergebnis wird sowohl die Arbeitsplatzsicherung als auch die Zukunftsfähigkeit der Kinostandorte beeinflussen.

Die CineStar-Gruppe bittet die Gewerkschaft, ein neues, wirtschaftlich realistisches Angebot vorzulegen. Weitere Verhandlungsrunden sind geplant, um eine Einigung zu erzielen.

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