München. Die sichere Versorgung mit wichtigen Rohstoffen ist für Deutschland und Europa von strategischer Bedeutung. Bei einer Tagung am 12. Februar 2026 in München betonten Vertreter aus Politik und Wirtschaft die Notwendigkeit von Partnerschaften kritische Rohstoffe, um Versorgungsrisiken zu verringern und Partnerländer im globalen Süden zu stärken.
Neue Rohstoff-Partnerschaften profitieren
Die Kooperationstagung der Hanns-Seidel-Stiftung und des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) im Vorfeld der Münchener Sicherheitskonferenz rückte die zukünftigen Herausforderungen der europäischen Rohstoffpolitik in den Mittelpunkt. Markus Ferber, Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung und Mitglied des Europaparlaments, unterstrich die Bedeutung neuer strategischer Partnerschaften:
„2026 wird zur Nagelprobe der europäischen Rohstoffpolitik. Neue Partnerschaften müssen gesucht und aktiv gestaltet werden.“
Solche Partnerschaften ermöglichen nicht nur eine zuverlässigere Versorgung für Deutschland und Europa, sondern bieten den Partnerländern im globalen Süden Chancen zur eigenen Industrialisierung. Dabei sei ein koordiniertes Handeln von Wirtschaft und Politik erforderlich, betonte auch Tanja Gönner, Hauptgeschäftsführerin des BDI.
Herausforderungen in der Rohstoffversorgung
Das Podium diskutierte Möglichkeiten, europäische Rohstoffabhängigkeiten zu reduzieren und langfristig abzusichern. Jozef Síkela, EU-Kommissar für Internationale Partnerschaften, sowie Thérèse Kayikwamba Wagner, Außenministerin der Demokratischen Republik Kongo, erläuterten die Bedeutung stabiler und fairer Zusammenarbeit. Stefan Rouenhoff, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, und Thomas Schäfer, CEO von Volkswagen und Vorsitzender der Subsahara-Afrika Initiative, wiesen auf die Notwendigkeit regelkonformer Rahmenbedingungen und diversifizierter Lieferketten hin.
Strategische Vorteile für Wirtschaft und Entwicklung
Partnerschaften kritische Rohstoffe bieten einen doppelten Nutzen:
- Verbesserung der Versorgungssicherheit Deutschlands und Europas
- Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung in Partnerländern
Markus Ferber betonte:
„Unsere Lieferketten müssen diversifizierter werden, da verschiedene Bezugsquellen weniger erpressbar machen.“
Eine diversifizierte Rohstoffversorgung lehnt sich an offizielle EU-Strategien an, die auf Nachhaltigkeit und geopolitische Unabhängigkeit zielen. Weitere Informationen zur europäischen Rohstoffpolitik finden sich beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.
Mehr zum Thema Partnerschaften und regionale Entwicklungen lesen Sie auf regionalupdate.de.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung für die Region und Ausblick
Die Diskussion um Partnerschaften kritische Rohstoffe hat auch regionale Auswirkungen. Unternehmen aus Bayern und anderen Bundesländern, die in der Automobil- und Elektronikindustrie tätig sind, sind auf diese Rohstoffe angewiesen. Die Sicherung stabiler Lieferketten hilft, Produktionsprozesse zu schützen und Arbeitsplätze zu sichern. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies eine verlässliche Versorgung mit modernen Technologien und die Unterstützung nachhaltiger Handelsbeziehungen.
In den kommenden Monaten plant die Hanns-Seidel-Stiftung weitere Veranstaltungen, um den Dialog zwischen deutschen Unternehmen und Partnern im globalen Süden zu fördern. Die Münchener Sicherheitskonferenz wird diese Thematik ebenfalls weiterhin begleiten und mitgestalten.
Mehr zum Thema Rohstoffversorgung in Deutschland finden Interessierte in unserem Beitrag zur europäischen Industriepolitik.