Wallenhorst. Im Ortsteil Hollage-Ost wurde am frühen Donnerstagmorgen eine 39-jährige Frau durch Gewalt tödlich verletzt. Die Polizei ermittelt wegen eines mutmaßlichen Tötungsdelikts im häuslichen Umfeld; ihr Ehemann befindet sich in Untersuchungshaft. Die Fokus-Keyphrase „frau toedlich gewalt wallenhorst“ ist im weiteren Text enthalten.
Ermittlungen laufen intensiv: frau toedlich gewalt wallenhorst
Die Tat ereignete sich gegen 6.30 Uhr in einem Einfamilienhaus im Kiefernweg. Nach einem Notruf fanden Rettungskräfte die schwer verletzte 39-Jährige vor, die trotz sofortiger medizinischer Versorgung noch vor Ort verstarb. Die Frau hinterlässt drei schulpflichtige Kinder, die inzwischen von Verwandten betreut und psychologisch begleitet werden. Die Ermittler sprechen von einem Gewaltverbrechen im familiären Umfeld, das sich im Haus und auf dem Grundstück abspielte.
Die Polizei konnte in einem Nebengebäude sowie im Hinterhof Spuren sichern, die auf eine Gewalteinwirkung hinweisen. Details zum genauen Tatablauf wurden bisher nicht veröffentlicht. Laut Staatsanwaltschaft liegen ausreichende Hinweise für ein vorsätzliches Gewaltverbrechen vor, weshalb der 45-jährige Ehemann festgenommen wurde und sich seit Freitag in Untersuchungshaft befindet. Ob es sich strafrechtlich um Mord oder Totschlag handelt, wird im weiteren Verfahren geklärt.
Obduktion bestätigt Gewaltverbrechen
Der Leichnam wurde am Nachmittag in Oldenburg obduziert. Die Obduktion bestätigte massive Verletzungen als Todesursache, ein natürlicher Tod konnte ausgeschlossen werden. Aus ermittlungstaktischen Gründen geben die Behörden keine näheren Details zu den Verletzungen bekannt. Parallel hierzu wurden umfangreiche Spurensicherungen am Tatort durchgeführt, die am Folgetag fortgesetzt wurden. Die Polizei bittet die Öffentlichkeit, keine Spekulationen anzustellen, um die Ermittlungen nicht zu gefährden.
Rolle des Joggers und Suche nach Zeugen
Ein bislang unbekannter Jogger spielte eine wichtige Rolle. Er soll frühmorgens am Tatort vorbeigelaufen sein, ungewöhnliche Vorgänge bemerkt und Nachbarn alarmiert haben. Die Polizei sucht diesen Zeugen weiterhin, um wichtige Angaben zum Zeitpunkt der Tat, Geräuschen oder auffälligen Personen zu erhalten. Dies könnte zur Aufklärung des Falles beitragen.
- Drei schulpflichtige Kinder sind betroffen
- Kinder befinden sich in psychologischer Betreuung
- Staatsanwaltschaft ermittelt wegen vorsätzlichem Tötungsdelikt
- Ehemann sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft
„Mit Hochdruck wird daran gearbeitet, Tatablauf, Motiv und Vorgeschichte zu klären“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Die Tat hat in Wallenhorst und Umgebung große Bestürzung ausgelöst, da sie in einem als sicher geltenden Wohngebiet stattfand. Nachbarn zeigen sich betroffen, halten sich allerdings zurück, da sie die Familie kannten.
Weiterer Verlauf der Ermittlungen und Unterstützung für die Familie
Die Ermittlungen werden fortgeführt, insbesondere soll geprüft werden, ob es vorhergehende Hinweise auf häusliche Gewalt oder polizeiliche Einsätze gab. Die Staatsanwaltschaft plant eine genaue Auswertung aller Spuren, Zeugenaussagen und Gutachten. Ein Termin für eine mögliche Anklage ist derzeit noch nicht bekannt.
Die drei Kinder bleiben in Obhut von Verwandten und erhalten Unterstützung. Für Betroffene von Partnergewalt verweist regionalupdate.de auf Hilfsangebote wie das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ (https://www.hilfetelefon.de).
Zukünftig richtet sich der Blick auch darauf, wie Frauen besser vor tödlicher Partnerschaftsgewalt geschützt werden können. Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise von Zeugen.
Weitere regionale Berichte und Informationen finden Sie auf regionalupdate.de.
Mehr Informationen zu häuslicher Gewalt und Hilfsangeboten bietet das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen.