Das Tal der "versehentlichen" Ahnungslosen. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/179343 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

Die strategische Illusion in Entscheidungsprozessen

Berlin. Strategische Entscheidungen in Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen basieren oft auf Erfahrungen, Plausibilität und Konsens. Die entscheidungsräume algorithmische analyse zeigt nun auf, dass diese gewohnten Vorgehensweisen den vollständigen Entscheidungsraum nicht erfassen können.

Strategien neu denken mit entscheidungsräume algorithmische analyse

Die Entscheidungsprozesse in Organisationen stoßen an eine strukturelle Grenze, wenn mehrere Projekte oder Maßnahmen gleichzeitig zu bewerten sind. Dies erzeugt einen sogenannten kombinatorischen Entscheidungsraum, der exponentiell mit der Anzahl der Optionen wächst. Bei 50 zu bewertenden Projekten ergeben sich rechnerisch mehr als eine Billiarde mögliche Kombinationen. Ein vollständiger Überblick ist für Menschen nicht erreichbar, sodass Entscheidungen zwangsläufig auf einem stark eingeschränkten Ausschnitt dieses Raumes basieren.

Das Problem begrenzter Sichtfelder

Der Unternehmer und mAInthink-CEO Sascha Rissel beschreibt dieses Dilemma mit der Metapher des „Tals der kleinen Hügel“. Darin wären Menschen überzeugt, den höchsten Punkt erreicht zu haben, ohne die eigentliche Spitze sehen zu können. Übertragen auf Entscheidungsprozesse heißt das, dass innerhalb eines begrenzten und durch Konsens definierten Horizonts Entscheidungen rational und nachvollziehbar erscheinen, es jedoch keine Garantie gibt, dass sie optimal sind.

„Was Entscheidungsträger sehen, ist immer nur ein unvorstellbar kleiner Ausschnitt“, sagte Rissel.

Fortschritt durch algorithmische Analyse

Mit modernen Algorithmen lässt sich dieser kombinatorische Entscheidungsraum erstmals systematisch untersuchen. Anhand eines Beispiels aus der Kommunalverwaltung verdeutlicht: Eine Stadt mit einem Investitionsbudget von 81 Millionen Euro und 50 Projektoptionen kann theoretisch aus über 1,125 Billiarden Varianten wählen. Während bisher nur eine handhabbare Menge bewertet wurde, erlaubt die entscheidungsräume algorithmische analyse nun, alle zulässigen Kombinationen rechnerisch zu vergleichen und so die für das Budget bestmögliche Projektverteilung zu ermitteln.

  • Klassische Methoden nutzen Erfahrung und politischen Konsens zur Auswahl.
  • Mathematisch vollständig wurde der Entscheidungsraum bisher nicht bewertet.
  • Algorithmen können erstmals den gesamten Raum analysieren und optimieren.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Chancen für kommunale Planung und Ressourcennutzung

In der Region bietet die neue Möglichkeit der umfassenden algorithmischen Entscheidungsanalyse verbesserte Voraussetzungen, Investitionsentscheidungen effizienter und wirkungsorientierter zu treffen. Statt auf Vermutungen oder begrenzte Prioritäten zu setzen, kann durch die systematische Berechnung die beste Kombination von Projekten identifiziert werden, die den größtmöglichen Nutzen erzielt.

Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies potenziell eine effektivere Verwendung öffentlicher Mittel, etwa bei der Schulmodernisierung, der Verkehrsinfrastruktur oder der Digitalisierung der Verwaltung. Kommunalverwaltungen erhalten durch solche Verfahren eine datenbasierte Entscheidungsgrundlage, die subjektive Einschränkungen vermindert.

Zukünftig werden weitere Schritte zu beobachten sein, wie Kommunen und Unternehmen diese algorithmischen Verfahren implementieren und in ihre Planung integrieren. Dabei ist auch die Zusammenarbeit mit spezialisierten Anbietern wie mAInthink von Interesse.

Mehr Informationen zur Optimierung von Stadthaushalten finden Sie auf der Website von mAInthink, während weiterführende Erläuterungen zur Problematik des Entscheidungsraums auf regionalupdate.de verfügbar sind. Zudem bietet das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz vertiefende Einblicke in digitale Entscheidungsunterstützung unter BMWK.

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