Hamburg. Die globalen Länderrisiken 2025 haben sich laut dem aktuellen Länderrisikoatlas von Allianz Trade insgesamt verbessert. Trotz anhaltender geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten sind im Vergleich zum Vorjahr in deutlich mehr Ländern die Risiken gesunken als gestiegen.
Globale Risiken sinken
Der Länderrisikoatlas von Allianz Trade bewertet seit 2022 jährlich die wirtschaftlichen Aussichten und Risiken von 83 Ländern, die rund 94 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts umfassen. Für das Jahr 2025 wurde eine Verbesserung der globalen Länderrisiken festgestellt: 36 Länder wurden „heraufgestuft“, während nur 14 Länder eine Herabstufung erhielten.
Zu den Ländern mit verbesserter Risikolage zählen unter anderem Argentinien, Italien, Spanien, die Türkei und Vietnam. Die positive Entwicklung ist auf stärkere makroökonomische Fundamentaldaten zurückzuführen, die durch fiskalische und geldpolitische Maßnahmen unterstützt wurden. In Schwellenländern kam es durch bessere Finanzierungsbedingungen und Aufwertungen lokaler Währungen zu einer Entspannung wichtiger politischer Risiken, etwa bei Transferbeschränkungen.
Bedeutung für den deutschen Handel
Abseits der allgemein positiven Tendenz gibt es wichtige Volkswirtschaften, die eine Herabstufung erfuhren, darunter Frankreich, Belgien und die USA. Diese Länder gehören zu Deutschlands wichtigsten Handelspartnern und machen etwa 20 Prozent der deutschen Exporte aus. Die Herabstufung von einem AA1- auf ein A1-Rating signalisiert weiterhin ein insgesamt niedriges, aber erhöhtes mittelfristiges Risiko für Unternehmen.
„Die Herabstufung dieser Länder bedeutet, dass anhaltende und erhebliche mittel- bis langfristige Risiken bestehen, die Unternehmen berücksichtigen müssen“, sagte Milo Bogaerts, CEO von Allianz Trade in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Die Analyse kombiniert 35 Indikatoren zu kurz- und mittelfristigen Risiken und bietet Unternehmen einen Überblick, wie sie ihre Geschäftsrisiken in einem komplexen politischen und wirtschaftlichen Umfeld besser steuern können.
- 36 Länder mit verbesserten Risikobewertungen (u. a. Italien, Spanien, Vietnam)
- 14 Länder mit verschlechtertem Risikoprofil (u. a. Frankreich, Belgien, USA)
- Gesamtbewertung basiert auf wirtschaftlichen, politischen und nachhaltigkeitsbezogenen Faktoren
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung der globalen Länderrisiken 2025 für Hamburg und Deutschland
Für Hamburg und die deutsche Wirtschaft liefert die Entwicklung der globalen Länderrisiken 2025 wichtige Hinweise für die Exportbranche. Angesichts sinkender Risiken in vielen Ländern können Unternehmen bisher positive Impulse für ihre Auslandsgeschäfte erwarten. Zugleich mahnen die Herabstufungen der wichtigsten Handelspartner zur Vorsicht und erfordern ein umsichtiges Risikomanagement.
Die Allianz Trade Studie unterstützt Unternehmen durch ihre differenzierten Bewertungen und aktuellen Daten dabei, globale Handelsrisiken besser einzuschätzen. Hamburg als bedeutender Standort für Export und Logistik profitiert von solchen Analysen, insbesondere für die Planung internationaler Geschäftsbeziehungen und Finanzierungen.
Weitere Details zur aktuellen Risikoeinschätzung finden sich im vollständigen Länderrisikoatlas auf der Webseite von Allianz Trade. Informationen zu wirtschaftlichen Trends und regionalen Entwicklungen bietet auch das Online-Magazin regionalupdate.de.
Quellen: Allianz Trade, Länderrisikoatlas 2025
Offizielle Studie: https://bit.ly/4qCtseI
Regionalreport: https://regionalupdate.de
