Innenminister Wilke sieht Rechtsextremismus bei AfD

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Brandenburg. Der enge Zusammenhang zwischen der AfD Brandenburg und der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ sorgt für politische Diskussionen. Die Fokus-Keyphrase afd rechtsextremismus identitaere beschreibt die Kernproblematik, die Brandenburgs Innenminister René Wilke (SPD) im Interview mit rbb24 Recherche deutlich machte.

AfD rechtsextrem bestätigt

Verbindungen zur „Identitären Bewegung“

Die AfD Brandenburg steht aufgrund ihrer Verbindungen zur „Identitären Bewegung“ in der Kritik. Innenminister René Wilke bewertet diese Beziehungen als Beleg für das rechtsextreme Wesen der Gesamtpartei. Er sieht die sogenannte Abgrenzung der AfD zur extremen Rechten als unglaubwürdig an.

Der Unvereinbarkeitsbeschluss der AfD sollte eigentlich eine Zusammenarbeit mit der „Identitären Bewegung“ ausschließen. Diesen Beschluss ignoriert die Partei jedoch nach Einschätzung Wilkes teilweise, was deren rechtsextreme Ausrichtung offenbare.

Stellungnahmen innerhalb der AfD

Hans-Christoph Berndt, Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion Brandenburg, hält den Unvereinbarkeitsbeschluss hingegen für einen Fehler. Er bestreitet, dass die „Identitäre Bewegung“ rechtsextrem sei. Diese Position steht im Widerspruch zur Einschätzung von Minister Wilke.

Mit der Wahl von Fabian Jank, einem ehemaligen Aktivisten der „Identitären Bewegung“, zum Vorsitzenden der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ in Brandenburg wurde diese Verflechtung weiter konkretisiert. Auch in der AfD-Landtagsfraktion arbeiten einzelne Aktivisten der „Identitären Bewegung“.

„Für die AfD macht es das Thema Einstufung als gesichert rechtsextremistisch aus meiner Sicht deutlich wahrscheinlicher, weil sie die Glaubwürdigkeit der vermeintlichen Abgrenzungsversuche systematisch unterläuft und unglaubwürdig macht“, sagte Innenminister René Wilke.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Konsequenzen und regionale Bedeutung

Die Verflechtungen der AfD mit der „Identitären Bewegung“ werfen Fragen zur demokratischen Legitimität der Partei in Brandenburg auf. Für Bürgerinnen und Bürger ist dies relevant, da die AfD im Landtag vertreten ist und direkte Einflussmöglichkeiten auf die Politik hat. Die öffentliche Debatte könnte zu weiteren Prüfungen und möglichen rechtlichen Schritten führen.

Derzeit sind keine weiteren Maßnahmen oder Termine zu konkreten Ermittlungen bekannt. Die Entwicklung bleibt politisch aufmerksam zu verfolgen. Für tiefergehende Informationen und Hintergrundberichte bietet rbb24 Recherche umfangreiche Berichterstattung.

Weiterführende Informationen zum Thema Rechtsextremismus in Parteien findet man etwa auf der Website des Bundesamtes für Verfassungsschutz.

Mehr zu aktuellen politischen Themen aus der Region lesen Sie auf regionalupdate.de.

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