Frankfurt am Main. Der Deutsche Geldanlage-Index (DIVAX-GA) zeigt weiterhin eine stabile Entwicklung auf hohem Niveau, was das Vertrauen in aktienbasierte Altersvorsorge Reformen widerspiegelt. Trotz volatiler Börsenumfelder wächst das Interesse an aktienbasierten Anlageformen in der Bevölkerung.
Aktientrends stabil – Entwicklungen der aktienbasierten Altersvorsorge Reform
Die jüngste Erhebung des Deutschen Geldanlage-Index (DIVAX-GA) des Deutschen Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) bestätigt mit einem Wert von 33,3 Punkten eine hohe Stabilität im Vertrauen der Bundesbürger zu aktienbasierten Investments. Seit der ersten Messung im Sommer 2020 ist ein kontinuierlicher Anstieg zu beobachten, der auch während kurzfristiger Börseneinbrüche wie aktuellen geopolitischen Spannungen erhalten bleibt. Darauf weist Prof. Dr. Oliver Schellenberger, wissenschaftlicher Direktor des DIVA, hin:
„Bei einem größeren Teil der Bevölkerung ist angekommen, dass Aktien und Aktienfonds ein langfristiges Anlageinstrument sind und politische Effekte meist nur von kurzer Dauer sind.“
Die Auswertung zeigt unterschiedliche Einstellungen zwischen den Altersgruppen. Während das Vertrauen bei den 18- bis 29-Jährigen im Vergleich zum Sommer 2025 leicht zurückging, stieg es bei Personen ab 65 Jahren moderat. Dies deutet auf ein wachsendes Grundverständnis und eine differenziertere Wahrnehmung von Risiken und Chancen aktienbasierter Altersvorsorge hin.
Bedeutung der Alterskohorten für die Anlageentscheidungen
Der leichtere Rückgang bei den Jüngeren könnte mit individuellen negativen Erfahrungen bei Einzelaktien oder der Verunsicherung durch den Kryptowährungsmarkt zusammenhängen, der zwar nicht direkt in der Befragung erfasst wurde, aber für jüngere Anleger eine Rolle spielt. Ältere Anleger hingegen zeigen eine zunehmende Offenheit gegenüber solchen Produkten.
Politische Rahmenbedingungen und Beratung
Das Altersvorsorgereformgesetz zielt darauf ab, den Trend zu aktienbasierten Anlagen durch gesetzliche Anpassungen zu fördern und die Schwachstellen bisheriger Modelle wie der Riester-Rente zu beseitigen. Dennoch warnt Oliver Mathais, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Assekuranzführungskräfte, dass bestimmte Regelungen im Entwurf die private Rentenversicherung schwächen könnten, welche für viele nach wie vor eine zentrale Rolle spielt.
Die Bedeutung der persönlichen Beratung wird in diesem Kontext besonders hervorgehoben. Trotz politischer Bestrebungen, vor allem auf kostengünstige Produkte und Neobroker zu setzen, wünschen sich laut Umfrage über 72 Prozent der Befragten eine Beratung beim Vermögensaufbau. Der Wissenschaftliche Direktor Schellenberger mahnt die Politik, die Rolle der Beratung nicht zu unterschätzen:
„Die Mehrheit muss erst einmal aktiviert werden, also ohne Anstoß durch einen Berater gar nichts macht. So wird das Gesetz scheitern.“
- 72,4 % der Befragten wünschen Beratung beim Vermögensaufbau.
- 76,2 % planen keinen Geldanlageabschluss über Neobroker.
Für weiterführende Informationen und Details zur Studie steht die Website des Deutschen Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung DIVA zur Verfügung. Ergänzende Fakten zum Finanzmarkt bietet auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) auf bafin.de.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Regionale Bedeutung der aktienbasierten Altersvorsorge Reform für Frankfurt am Main
Frankfurt am Main als Finanzzentrum profitiert maßgeblich von der Verbreitung aktienbasierter Altersvorsorge. Die hohe Akzeptanz aktienbasierter Instrumente entspricht dem dort vorhandenen Know-how und der wirtschaftlichen Bedeutung der Finanzbranche. Für Bürgerinnen und Bürger in Frankfurt bedeutet dies, dass langfristige Kapitalanlagen zunehmend einfacher und passender in der privaten Altersvorsorge integriert werden können.
Für die kommenden Monate ist mit weiteren politischen Beratungen zum Altersvorsorgereformgesetz zu rechnen. Dabei werden Themen wie die Kostenverteilung für Beratung und die Ausgestaltung von Fördermodellen im Fokus stehen. Die regionale Wirtschaft sowie Beratungsinstitutionen können so ihre Rolle als unterstützende Partner bei der Vermögensbildung weiter ausbauen.
Aktuelle Entwicklungen und Hintergründe zur Finanzbildung in der Region dokumentiert regionalupdate.de regelmäßig und bietet eine sachliche Orientierung für eine fundierte Finanz- und Altersvorsorgeplanung.