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Tarifforderungen ver.di gefährden CineStar Arbeitsplätze

Lübeck. Die aktuellen Tarifforderungen CineStar ver.di führen zu einem festgefahrenen Konflikt zwischen der CineStar-Gruppe und der Gewerkschaft ver.di. Nach der zweiten Verhandlungsrunde liegen die Vorstellungen der Parteien bei deutlich unterschiedlichen Lohnforderungen.

Tarifkonflikt Kinobranche

Die Tarifverhandlungen zwischen CineStar und ver.di drehten sich vor allem um die Forderung der Gewerkschaft nach einem Einstiegslohn von 15,80 Euro pro Stunde für Servicekräfte. CineStar sieht diese Forderung als wirtschaftlich nicht tragbar an und bietet stattdessen 13,95 Euro zuzüglich Zuschlägen an, was einer Lohnerhöhung von 7,3 Prozent gegenüber dem letzten Tarifabschluss entspricht.

Position der CineStar-Gruppe

Die Geschäftsführung von CineStar warnte, dass eine Umsetzung der hohen Forderungen der Gewerkschaft zu Standortschließungen führen könnte. Oliver Fock, Geschäftsführer von CineStar, erklärte:

„Die Forderungen der ver.di dürfen nicht dazu führen, dass Schließungen von Standorten forciert werden. Viele unserer Kinos arbeiten bereits jetzt an der Grenze der Wirtschaftlichkeit. Jede wirtschaftlich erzwungene Schließung ist erfahrungsgemäß endgültig – und bedeutet einen dauerhaften Verlust von Arbeitsplätzen und kultureller Infrastruktur, gerade in strukturschwächeren Regionen.“

Michael Strohmenger, ebenfalls Geschäftsführer der CineStar-Gruppe, verwies auf den durchschnittlichen Stundenverdienst der Servicekräfte, der im letzten Jahr inklusive Zuschläge bei 16,90 Euro lag. Zudem handele es sich bei einem Großteil der Beschäftigten um Nebenbeschäftigte, die strukturell dem Niedriglohnsektor zugeordnet seien. Über 70 Prozent der Servicekräfte seien davon betroffen.

Gewerkschaftsforderungen im Überblick

Die Forderungen von ver.di umfassen neben der Erhöhung des Einstiegslohns auch eine Anhebung der jährlichen Sonderzahlung um 76 Prozent. Dies würde beim Lohnniveau ab Dezember 2025 zu einer Steigerung von rund 21,5 Prozent im Vergleich zum letzten Tarifabschluss führen. Die Gewerkschaft setzt somit auf eine deutliche Verbesserung der Entlohnung in der Kinobranche.

  • Einstiegslohnforderung: 15,80 Euro pro Stunde
  • Geforderte Erhöhung der Sonderzahlung: 76 Prozent
  • Aktuelles Angebot von CineStar: 13,95 Euro zuzüglich Zuschläge (plus 7,3 Prozent)

Beide Seiten betonen die Bedeutung einer Einigung, um Arbeitsplätze und Standorte zu sichern. Die Verhandlungen dauern an, eine Lösung ist derzeit nicht in Sicht.

Beispiel: Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Ausblick auf die Tarifverhandlungen und regionale Bedeutung

Für die Region Lübeck und andere Standorte von CineStar in Deutschland sind die laufenden Tarifverhandlungen von hoher Bedeutung. Sollte es zu keiner Einigung kommen, könnten wirtschaftliche Belastungen bei Kinobetreibern letztlich Arbeitsplatzverluste und Standorteinschränkungen zur Folge haben. Die Kinos stellen nicht nur Arbeitsplätze bereit, sondern sind auch kulturelle Treffpunkte.

Die CineStar-Gruppe betreibt 44 Kinos in Deutschland, darunter Multiplexe und Arthouse-Kinos, und gehört zu den marktführenden Betreibern. Die Gewerkschaft ver.di setzt sich für deutlich bessere Arbeitsbedingungen der Beschäftigten ein. Weitere Verhandlungsrunden sind angekündigt, um eine Kompromisslösung zu finden.

Aktuelle Informationen zu Tarifverhandlungen in der Region und weitere wirtschaftliche Entwicklungen finden Sie auch auf regionalupdate.de. Umfangreiche Informationen zum Tarifrecht und den Bedingungen im Kinobereich bietet die offizielle Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

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