Oldenburg. Die Wirtschaftsförderung Wesermarsch hat den Zuwendungsbescheid für das wasserstoff projekt wesermarsch erhalten. Mit rund 603.000 Euro EU-Fördermitteln startet eine Machbarkeitsstudie zur Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff in der Jade-Weser Wirtschaftsregion.
Wasserstoff stärkt Region
Förderung und Projektträgerin
Das wasserstoff projekt wesermarsch wird unter dem Titel Clean Hydrogen Coastline WHE durchgeführt. Ziel ist es, Potenziale für grünen Wasserstoff bezüglich Erzeugung, Nutzung und Infrastruktur systematisch zu erforschen und daraus konkrete Umsetzungsperspektiven abzuleiten. Die Machbarkeitsstudie soll als strategische Entscheidungsgrundlage für zukünftige Investitionen in der Region dienen.
Projektträgerin ist die Wirtschaftsförderung Wesermarsch, die das Vorhaben in Zusammenarbeit mit der EWE HYDROGEN GmbH und der Jade Hochschule umsetzt. Die Partner bringen wirtschaftliche und wissenschaftliche Expertise ein, um die Wettbewerbsfähigkeit der Region langfristig zu stärken.
Regionale Bedeutung und Perspektiven
Der Landkreis Wesermarsch plant, sich als zukunftsorientierter Energiestandort und aktive Mitgestalterin der Energiewende zu positionieren. Landrat Stephan Siefken hebt die bestehenden Voraussetzungen für eine Schlüsselrolle in der Wasserstoffwirtschaft hervor und bedankt sich bei allen Beteiligten. Das Projekt ist Teil der Initiative NetZero Nordwest Deutschland und wird im Rahmen der Zukunftsregion JadeBay gefördert.
Nikolaus Jansen, Landesbeauftragter des Amtes für regionale Landesentwicklung Weser-Ems, unterstreicht die Bedeutung der Förderung durch das Niedersächsische Förderprogramm. Die Initiative zielt darauf ab, eine nachhaltige Industrie- und Energieregion aufzubauen und Klimaschutz mit regionaler Wertschöpfung zu verbinden.
„Die enge Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und regionaler Entwicklung schafft die Basis, um Innovationen schneller in die Praxis zu überführen und nachhaltige Wertschöpfung in der Region zu sichern“, sagte Tobias Moldenhauer, Geschäftsführer der EWE HYDROGEN GmbH.
„Das Projekt verbindet Klimaschutz, innovative Energieversorgung und regionale Wertschöpfung – und macht die Region zu einer aktiven Mitgestalterin der grünen Transformation“, ergänzte Dr. Olaf Goldbaum vom Regionalmanagement der Zukunftsregion JadeBay.
NetZero Nordwest Deutschland als Modellregion
Die Küstenregion Niedersachsens, von Emsland bis Elbe-Weser, steht vor einem industriepolitischen Wandel. Im Rahmen von NetZero Nordwest Deutschland wird angestrebt, die Region als Valley nach dem europäischen Net Zero Industry Act (NZIA) anzuerkennen und als Modellstandort für eine klimaneutrale industrielle Entwicklung zu etablieren. Damit soll die Verbindung von Energiewende, industrieller Wertschöpfung und technologischer Innovation gelingen.
Prof. Dr. Lutz Stührenberg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Wesermarsch, bezeichnet das Projekt als zukunftsweisend: „Die Energiewende kann nur wirtschaftlich erfolgreich sein, wenn sie mit technologischer Innovation und gesellschaftlicher Akzeptanz verknüpft wird.“
Nächste Schritte und Ausblick
Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zum wasserstoff projekt wesermarsch werden genutzt, um weitere Investitionen und Projekte im Bereich grüner Wasserstoff in der Jade-Weser Wirtschaftsregion zu planen. Durch die Förderung mit Mitteln der Europäischen Union soll die Region als nachhaltiger und innovativer Energiestandort weiter gestärkt werden.
Interessierte Leser finden weitere Informationen zum Projekt auf der Website der Wirtschaftsförderung Wesermarsch sowie detaillierte Hinweise zum Förderprogramm auf der Seite des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz. Weitere Beiträge zu regionalen Zukunftsthemen sind auf regionalupdate.de verfügbar.