Meppen. Die NABU Fledermaus Auffangstation im Emsland hat ihre Bilanz für das Jahr 2025 veröffentlicht. Insgesamt wurden dort 67 Fledermäuse verschiedener Arten aufgenommen und gepflegt, von denen 42 erfolgreich ausgewildert oder in den Winterschlaf überführt werden konnten.
Fledermausschutz Bilanz: Zahlen und Fakten zur NABU Fledermaus Auffangstation
Pflege und Artenvielfalt im Fokus
Die NABU Fledermaus Auffangstation in Meppen betreute 2025 insgesamt 62 neu aufgenommene Fledermäuse sowie fünf Überwinterungsgäste aus dem Vorjahr. Die Tiere stammen aus neun verschiedenen Fledermausarten, wobei die Zwergfledermaus und die Breitflügelfledermaus mit rund 50 Prozent den größten Anteil ausmachen. Diese Arten bevorzugen häufig Quartiere in menschlichen Siedlungen.
Die Gründe für die Aufnahme variierten stark: Von harmloser Entkräftung, etwa durch Insektenmangel, bis hin zu schweren Verletzungen durch Verkehr, Windenergieanlagen oder Katzen. Die Pflege, insbesondere von Säuglingen und Jungtieren, ist aufwändig und erfordert regelmäßige nächtliche Fütterungen.
Erfolgsquote und Herausforderungen der Auffangstation
Von den 67 betreuten Fledermäusen konnten rund 63 Prozent wieder ausgewildert oder über den Winterschlaf hinweg versorgt werden. Bei den Jungtieren lag die Auswilderungsquote sogar bei fast 70 Prozent. Die Station stellte erneut fest, dass etwa doppelt so viele männliche wie weibliche Fledermäuse eingeliefert wurden. Dieses Phänomen könnte auf ein risikoreicheres Verhalten männlicher Fledermäuse hinweisen.
Die NABU Fledermaus Auffangstation arbeitet derzeit an der Kapazitätsgrenze und sucht freiwillige Helfer zur Unterstützung, besonders in den Sommermonaten, wenn viele Jungtiere Pflege benötigen.
„Die Säuglingsaufzucht unter menschlicher Obhut ist besonders aufwändig, weil die Kleinen regelmäßig, auch nachts, mit spezieller Milch versorgt werden müssen, um zu überleben“, heißt es aus der Station.
Wer eine verletzte Fledermaus findet oder die Arbeit der Station unterstützen möchte, kann sich telefonisch unter 05931-17519 melden.
Weitere Informationen zum Fledermausschutz finden Sie beim NABU Niedersachsen unter www.nabu-niedersachsen.de sowie beim NABU Regionalverband Emsland/Grafschaft Bentheim auf nabu-emsland.de.
Ausblick auf weitere Unterstützung für die NABU Fledermaus Auffangstation
Um den Schutz heimischer Fledermäuse weiterhin sicherzustellen, plant die NABU Fledermaus Auffangstation in Meppen, ihr Engagement mit mehr ehrenamtlichen Helfern auszubauen. Termine für Informationsveranstaltungen zur freiwilligen Mitarbeit sollen zeitnah bekannt gegeben werden. Interessierte können sich bereits jetzt telefonisch informieren und aktiv werden.
Für weiterführende Informationen rund um den Fledermausschutz in Deutschland empfiehlt sich ein Blick auf die offizielle Seite des Bundesamtes für Naturschutz: Bundesamt für Naturschutz – Fledermäuse.