Ende 2025 fand der zweite C. C. C. Kongress in Leuven, Belgien, statt - veranstaltet von der Stiftung Venous-Lymphatics World International Network (v-WIN) und dem Medizinprodukte-Hersteller medi. Dazu wissenschaftlicher Leiter Prof. Dr. Sergio Gianesini: "In diesem Jahr haben wir 122 Teilnehmende aus mehr als 24 Ländern begrüßt und so eine wirklich globale Plattform für Wissensaustausch und Zusammenarbeit geschaffen." / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/23931 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

C. C. C. Kongress in Leuven: Zukunft der phlebologischen und lymphologischen Versorgung

Bayreuth. Der zweite C. C. C. Kongress im Dezember 2025 in Leuven (Belgien) stellte die phlebologische lymphologische Versorgung in den Mittelpunkt. Veranstalter medi und die Stiftung v-WIN versammelten 122 Expert:innen aus über 24 Ländern, um evidenzbasierte Ansätze für venöse und lymphologische Erkrankungen voranzutreiben.

Zukunft der Versorgung: Fortschritte in der phlebologischen lymphologischen Versorgung

Der Kongress stand unter dem Motto „C.onnect and C.reate C.ontent“ und bot einen intensiven Austausch von Wissenschaftler:innen, Ärzt:innen und Fachkräften weltweit. Am ersten Tag lag der Schwerpunkt auf wissenschaftlichen Vorträgen zur Behandlung venöser und lymphologischer Krankheiten, während der zweite Tag acht interaktive Workshops mit praktischen Einblicken in Kooperation mit der Universitätsklinik Leuven beinhaltete.

Wichtige Krankheitsbilder im Fokus

Gefäßchirurgin Prof. Sarah Thomis erläuterte die enge Verbindung von Venen- und Lymphgefäßerkrankungen anhand des Klippel-Trénaunay-Syndroms und der Milroy-Krankheit. Beide seltenen Erkrankungen führen zu Gefäßfehlbildungen und Schwellungen an den Extremitäten, die durch Kompressionstherapie, manuelle Lymphdrainage sowie chirurgische und lasertherapeutische Verfahren behandelt werden können.

„Ein ganzheitlicher Ansatz ist entscheidend und sollte immer patientenindividuell erfolgen“, sagte Prof. Thomis.

Die anschließende Diskussion unterstrich, dass ein interdisziplinärer Dialog zwischen ärztlicher Diagnostik und praktischer Versorgung im Sanitätshaus essenziell ist.

Das Le.G.athering Projekt stärkt den internationalen Austausch

Dr. Maria Portugal stellte ein globales Netzwerk vor, das die Zusammenarbeit von Medizin, Forschung, Praxis sowie nichtmedizinischen Berufsgruppen wie Sportmedizinern und Ernährungsberatern fördert. Ziel ist es, Versorgungslücken zu erkennen und gemeinsam strategische Lösungen zu entwickeln. Der nächste Le.G.athering World Congress ist für Dezember 2026 in Dubai geplant.

Evidenzbasierte Kompressionstherapie nach S.T.R.I.D.E.

Ein weiterer Schwerpunkt war die medizinische Kompressionstherapie, deren Bedeutung durch neue Leitlinien zur Versorgung individualisiert wird. Dr. Suzie Ehmann präsentierte den S.T.R.I.D.E.-Leitfaden, der sechs entscheidende Parameter für die Auswahl der passenden Kompressionsversorgung zusammenfasst:

  • Shape (Stadium des Ödems)
  • Texture (Gewebebeschaffenheit)
  • Refill (Rückkehr des Ödems)
  • Issues (Patientenspezifische Herausforderungen)
  • Dosage (Kompressionsdruck und Tragedauer)
  • Etiology (Ursache des Ödems)

Diese Herangehensweise ermöglicht eine patientenzentrierte und evidenzbasierte Therapie, die sich an der Lebensrealität der Betroffenen orientiert.

  • Form, Art und Ausdehnung des Ödems bestimmen die Wahl der Kompression.
  • Adhärenz und Selbstmanagement sind entscheidend für den Therapieerfolg.
  • Komplexe Fälle erfordern flexible, schrittweise Anpassungen.

„Therapieergebnisse und Lebensqualität der Betroffenen können so nachhaltig verbessert werden“, so Dr. Ehmann.

Für weitere Informationen zur medizinischen Kompressionstherapie und Ansprechpartner im Fachhandel bietet medi umfangreiche Ressourcen unter medi.de.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Bedeutung und Ausblick auf die Versorgung in Bayreuth

Als Sitz des Medizinprodukte-Herstellers medi, der den ersten C. C. C. Kongress 2024 ausrichtete, spielt Bayreuth eine bedeutende Rolle im internationalen Dialog zur Verbesserung der phlebologischen lymphologischen Versorgung. Die enge Zusammenarbeit von Forschung, Industrie und klinischer Praxis vor Ort bildet die Basis für innovative Behandlungskonzepte.

Für Betroffene in der Region ist die fortschreitende Individualisierung der Therapie relevant, da sie maßgeschneiderte Versorgungslösungen erhalten können. Sanitätshäuser und Fachärzt:innen profitieren von den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Leitlinien, die eine evidenzbasierte Behandlung ermöglichen.

Geplante Folgeveranstaltungen wie der Kongress 2026 in Dubai sowie weitere interdisziplinäre Fortbildungen stärken dauerhaft den Wissenstransfer. Dies fördert eine nachhaltige Verbesserung der Gesundheitsversorgung nicht nur regional, sondern auch weltweit.

Mehr zur medizinischen und phlebologischen lymphologischen Versorgung lesen Sie auf regionalupdate.de. Weitere seriöse Informationen sind beim World Union of International Phlebolymphology unter wuip.org verfügbar.

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