Nürnberg. Die DFL hat den ersten Nachhaltigkeitsreport für die Bundesliga und 2. Bundesliga veröffentlicht. Im Bericht wird deutlich, wie intensiv sich der Profi-Fußball mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzt und Verantwortung in verschiedenen Bereichen übernimmt.
DFL Nachhaltigkeit zeigt Wirkung
Ganzheitlicher Nachhaltigkeitsansatz in allen Profi-Clubs
Alle 36 Clubs der obersten beiden deutschen Fußballligen verfügen inzwischen über eine Nachhaltigkeitsstrategie. Dabei betrachten sie Nachhaltigkeit ganzheitlich und beziehen wichtige Anspruchsgruppen wie Fans aktiv mit ein. Der 1. FC Nürnberg setzt auf eine besonders strukturierte Herangehensweise mit der „Rot-schwarzen Elf für mehr Nachhaltigkeit“, die elf zentrale Fokusthemen definiert, die für den Club besonders relevant sind.
Verantwortliche Stellen und Fanintegration
Jeder Club hat eine dedizierte Ansprechperson oder Abteilung, die das Thema Nachhaltigkeit vorantreibt. Beim 1. FC Nürnberg ist dies Victoria Knorr-Held, deren Stabsstelle in der Abteilung „Community & Membership“ angesiedelt ist. So wird eine enge Verbindung zwischen Nachhaltigkeitsaktivitäten und den Themen der Fans und Mitglieder sichergestellt.
Klimaschutz und Mobilität als Schwerpunkt
Der Report zeigt auch deutliche Fortschritte im Bereich Klima und Umwelt. Alle Clubs erfassen systematisch ihre Treibhausgasemissionen. Im Durchschnitt entfallen rund zwei Drittel der Emissionen auf die An- und Abreise der Fans. Beim 1. FC Nürnberg liegt dieser Anteil für die Saison 2024/25 sogar bei 76 Prozent. Um diesem Umstand zu begegnen, fördern Vereine wie der FCN nachhaltige Mobilitätslösungen, etwa durch die Rot-schwarze Mitfahrzentrale, Kombitickets mit dem Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) und Radstationen am Max-Morlock-Stadion.
Soziale Verantwortung und Vielfalt
Die soziale Verantwortung ist ein weiterer wichtiger Schwerpunkt. Alle Clubs verfügen über Fanbeauftragte, die sich für Inklusion und Vielfalt einsetzen. Zudem haben sie Kinderschutzkonzepte verabschiedet. Der 1. FC Nürnberg bietet seit mehr als 20 Jahren beispielsweise blinden und sehbehinderten Fans mit dem Club-Fanradio einen kostenlosen Audiostream-Dienst, um Spiele live verfolgen zu können. Auf der Mitgliederversammlung 2025 wurde Kinderschutz zudem in der Vereinssatzung festgeschrieben.
Ligaweite Initiativen und lokale Projekte
Neben den individuellen Aktivitäten der Clubs fasst der Report auch ligaweite Programme und Aktionsspieltage zur Bekämpfung von Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus zusammen. Die DFL Stiftung fördert außerdem Bildungs- und Bewegungsprojekte für Kinder und Jugendliche. Der 1. FC Nürnberg engagiert sich hier mit dem Bewegungsförderprojekt „1. FC Niño“ und dem Schulprojekt „Jenö Konrad-Cup – Fußball trifft auf Geschichte“, das gegen Antisemitismus und Diskriminierung sensibilisiert.
„Mit der Veröffentlichung des Nachhaltigkeitsreports zeigen wir, wie sich deutsche Profi-Clubs ihrer gesellschaftlichen Verantwortung stellen“, sagte eine Sprecherin der DFL.
Weitere Details zum Report und zu Nachhaltigkeitsaktivitäten des FCN finden sich online.
Für mehr Informationen und Hintergründe zum Engagement der Bundesliga im Bereich Nachhaltigkeit empfehlen wir auch die offizielle DFL-Webseite zur Thematik sowie regionale Berichte auf regionalupdate.de.
Ausblick auf weitere Nachhaltigkeitsaktivitäten
Die DFL und ihre Clubs wollen die Nachhaltigkeitsarbeit kontinuierlich ausbauen. Die Verankerung von Nachhaltigkeitskriterien in der Lizenzierungsordnung seit 2022 bildet einen festen Rahmen. Zukünftige Entwicklungen werden insbesondere die Förderung nachhaltiger Mobilität, den Ausbau sozialer Projekte und die Integration von Nachhaltigkeit in alle Vereinsbereiche fokussieren. Die Berichte und Konzepte werden regelmäßig aktualisiert und bieten neue Impulse für den deutschen Profifußball und seine breite Gemeinschaft.