Eine Frau wärmt sich in einem Wärmezelt in der Ukraine auf. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/50116 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

Krieg in der Ukraine: Hilfe für elf Millionen Menschen

Bonn. Vier Jahre nach Beginn des Krieges in der Ukraine ist die humanitäre Situation dramatisch. Die humanitäre Hilfe Ukraine ist angesichts zunehmender Angriffe auf die Infrastruktur, extremer Kälte und wachsender Bedürfnisse unverzichtbar geworden.

Solidarität in Not

Der Krieg hat die Lebensumstände der Menschen in der Ukraine massiv verschlechtert. Die Angriffe auf Energieanlagen führten im Winter 2025 dazu, dass Strom meist nur zwei Stunden täglich verfügbar war. Dadurch herrschten in vielen Wohnungen Temperaturen von etwa zehn Grad Celsius, wodurch die Kälte zu einer zusätzlichen Bedrohung wurde. Zudem wächst der Bedarf an medizinischer Versorgung, besonders für chronisch Kranke und schwerverletzte Personen. Viele Kinder haben seit Kriegsbeginn keinen geregelten Schulbetrieb mehr erlebt.

Psychosoziale und medizinische Hilfe

Organisationen wie „Aktion Deutschland Hilft“ konzentrieren sich neben der akuten Nothilfe auf psychosoziale Unterstützung für traumatisierte Menschen und medizinische Versorgung vor allem in schwer erreichbaren Regionen. Mobile Apotheken und Verbände wie die Johanniter sowie action medeor bringen Medikamente und Therapien auch an die Frontlinien. Winterhilfen wie tragbare Öfen oder Wärmezelte bieten Schutz vor der Kälte und ermöglichen zugleich die Versorgung mit Nahrung und das Aufladen von Handys.

Langfristige Strategien und Herausforderungen

Entgegen der anfänglichen kurzfristigen Notfallhilfe setzen Hilfsorganisationen inzwischen verstärkt auf nachhaltige Maßnahmen. Beispielsweise fördert World Vision neben Ernährung und Wasser auch Schutzräume für Kinder und Fortbildungen für Jugendliche entlang der Frontlinie. Dennoch erschweren Kürzungen institutioneller Gelder und die prekäre Sicherheitslage in vielen Gebieten die Arbeit vor Ort erheblich. Im Jahr 2025 kam es beispielsweise zu tödlichen Angriffen auf Helfer in Cherson. Die anhaltenden gefährlichen Bedingungen und der Mangel an Ressourcen stellen die Helfer vor große Herausforderungen.

  • Rund 12,7 Millionen Menschen in der Ukraine benötigten 2025 humanitäre Hilfe.
  • Insgesamt flossen seit Beginn des Krieges 300 Millionen Euro an Spenden über „Aktion Deutschland Hilft“.
  • Die Hilfe erreichte rund elf Millionen Menschen bislang.

„Vor diesem Hintergrund ist humanitäre Hilfe dringlicher denn je“, sagte Maria Rüther, Hauptgeschäftsführerin von „Aktion Deutschland Hilft“.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Einordnung und Ausblick

Die anhaltende Krise in der Ukraine hat auch Auswirkungen auf die internationale Hilfsbereitschaft in Deutschland. Die enorme Spendenbereitschaft sichert bislang die schnelle und koordinierte Versorgung der Betroffenen durch deutsche Hilfsorganisationen. Für Bürgerinnen und Bürger hier bedeutet das: Ihre Unterstützung bleibt unverzichtbar, um die Hilfe aufrechtzuerhalten, speziell in Bezug auf winterliche Notlagen und die medizinische Versorgung.

Die beteiligten Organisationen planen, die Nothilfe mit weiteren langfristigen Projekten zu verbinden und suchen weiterhin Spenden sowie politische Unterstützung, um Kürzungen auszugleichen und die gefährlichen Einsatzbedingungen zu meistern. Informationsangebote und mediale Veranstaltungen, wie das kommende Mediengespräch von „Aktion Deutschland Hilft“ am 19. Februar, bieten Gelegenheit, sich über die Lage zu informieren und Engagement zu zeigen.

Weiterführende Informationen zur Arbeit der Hilfsorganisationen finden Sie auf Aktion Deutschland Hilft sowie beim Auswärtigen Amt. Mehr Berichte aus der Region und zu humanitären Themen lesen Sie auf regionalupdate.de.

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