Hamburg. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat die Planfeststellung für den Abschnitt der Wasserstoffleitung Hamburg Niedersachsen genehmigt, die von Hamburg-Moorburg bis nach Leversen im Landkreis Harburg führt. Die Leitung soll Wasserstoff transportieren und ist Teil des Projekts HH-WIN-C70.
Genehmigung für Leitung: wasserstoffleitung hamburg niedersachsen
Die Wasserstoff-Gasversorgungsleitung HH-WIN-C70 verbindet Hamburg mit Niedersachsen und dient dem Transport von Wasserstoff in das Fernleitungsnetz. Der genehmigte Verlauf umfasst einen Neubauabschnitt von östlich Sottorf bis zur Station Leversen, während in anderen Bereichen eine vorhandene Bestandsleitung genutzt wird. Betreiber des Vorhabens ist die Hamburger Energienetze GmbH, die für die technische Ausstattung und den Betrieb der Leitung verantwortlich ist.
Das Planfeststellungsverfahren für den niedersächsischen Abschnitt wurde vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) durchgeführt, während die Freigabe des Hamburger Teils von der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) erteilt wurde. Im Genehmigungsverfahren wurden neben öffentlichen Stellen auch Naturschutzorganisationen und die interessierte Öffentlichkeit beteiligt.
Nutzung der Bestandsleitung
Ein erheblicher Teil der Trasse verläuft parallel zu bisher bestehenden Gasleitungen. Diese Bestandsleitungen werden weiterhin verwendet, was den Neubau reduziert und den Eingriff in Natur und Infrastruktur minimiert. Die Neubauten beschränken sich daher vor allem auf die Verbindung von Sottorf bis Leversen.
Beteiligung der Öffentlichkeit und Behörden
Während der Verfahrensdauer konnten Anregungen und Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange sowie anerkannten Naturschutzverbänden eingebracht werden. Das LBEG zog diese Rückmeldungen in seine Entscheidung mit ein und erteilte die Genehmigung nach Prüfung aller Unterlagen ohne wesentliche Einschränkungen.
„Unter Aufgabe von zahlreichen Nebenbestimmungen stehen dem Planfeststellungsbeschluss keine Hinderungsgründe entgegen“, erklärte das LBEG.
Die vollständigen Unterlagen zum Beschluss sind vom 20. Februar bis 6. März elektronisch einsehbar unter Planfeststellungsverfahren LBEG.
Ausblick und weitere Informationen zur wasserstoffleitung hamburg niedersachsen
Der nächste Schritt im Projekt umfasst den Bau der Leitung von Sottorf bis Leversen und den anschließenden Betrieb inklusive aller technischen Einrichtungen wie dem kathodischen Korrosionsschutz. Die Fertigstellung wird den Wasserstofftransport zwischen Hamburg und Niedersachsen verbessern und die Integration erneuerbarer Energien im regionalen Gasnetz unterstützen.
Weitere Details zum Planfeststellungsverfahren und zur Genehmigungsbehörde sind auf den Seiten des LBEG verfügbar: LBEG Planfeststellungsverfahren. Auch über die Hamburger Behörde BUKEA informiert regionalupdate.de regelmäßig über Genehmigungen und Energieprojekte in der Region.
Für weiterführende Informationen zur Wasserstoffanwendung und den Ausbau der Infrastruktur ist die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW GmbH) eine zuverlässige externe Quelle.
