Meppen. Die Zukunftsregion Ems-Vechte treibt mit drei neuen Vorhaben zentrale gesellschaftliche Themen voran. Die Projekte „SprachStart VR“, „EmslandCare“ und „KlimaKompass“ erhalten Fördermittel in Höhe von mehr als 818.000 Euro zur Stärkung von Sprachförderung, Gesundheitsversorgung und Klimaanpassung in der Region.
Neue Projekte starten in der Zukunftsregion Ems-Vechte
Die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim setzen ihre Zusammenarbeit als Zukunftsregion Ems-Vechte mit drei geförderten Projekten fort. Regionalministerin Melanie Walter übergab im Meppener Kreishaus Förderbescheide für Vorhaben aus den Bereichen Bildung, Gesundheit und Klimaschutz, die insgesamt über zwei Millionen Euro kosten.
Sprachförderung und digitale Kompetenzen mit „SprachStart VR“
Das Projekt „SprachStart VR“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler an Berufseinstiegsschulen. Es nutzt moderne Virtual-Reality-Technologie, um gezielt die Sprach- und Digitalkompetenzen zu stärken. Das Vorhaben unterstützt die Integration und Teilhabe junger Menschen und leistet einen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Region. Die Förderung beläuft sich auf rund 86.000 Euro bei Gesamtkosten von über 215.000 Euro.
Gesundheitslotsen für den ländlichen Raum: „EmslandCare“
„EmslandCare“ wird in Kooperation mit dem Gesundheitsnetz genial eG im Altkreis Lingen umgesetzt und stärkt die wohnortnahe Gesundheitsversorgung. Geschulte Gesundheitslotsinnen und -lotsen bieten niedrigschwellige Beratung bei psychosozialen, pflegerischen und dementiellen Fragen. So entlasten sie Hausarztpraxen und fördern soziale Teilhabe. Die Fördersumme beträgt etwa 586.000 Euro bei Gesamtkosten von 1,46 Millionen Euro.
„KlimaKompass“ für klimafeste Arbeitswelten
Das Projekt „KlimaKompass“ vermittelt Beschäftigten in Online-Formaten, wie Arbeitsplätze klimafest und nachhaltig gestaltet werden können. Die Energieeffizienzagentur des Landkreises Emsland trägt das Vorhaben, das die Region widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels machen soll. Die Förderung liegt bei rund 146.000 Euro, die Gesamtkosten bei über 366.000 Euro.
„Ob Sprachförderung mit moderner Technik, Gesundheitslotsen für eine wohnortnahe Versorgung oder neue Kompetenzen für klimafeste Arbeitswelten – die Projekte sind gelungene Beispiele für die guten Ideen in der Zukunftsregion Ems-Vechte und für die Bandbreite des Förderprogramms“, sagte Regionalministerin Melanie Walter.
Die Zukunftsregion Ems-Vechte ist eines von 14 regionalen Bündnissen in Niedersachsen, die mit insgesamt rund 96 Millionen Euro aus EU-Fördermitteln durch das Programm „Zukunftsregionen in Niedersachsen“ unterstützt werden. Für die Zukunftsregion Ems-Vechte sind knapp 6,1 Millionen Euro reserviert, ergänzt durch Mittel aus dem eigenen „Zukunftsfonds Ems-Vechte“.
Weitere Informationen zu den Projekten und der Zukunftsregion finden sich auf www.zukunftsregion-ems-vechte.de.
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Ausblick: Regionale Innovationsfähigkeit weiter stärken
Die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim planen, die neue Förderphase bis Ende 2029 zu nutzen, um weitere kreisübergreifende Projekte zu realisieren. Ziel ist es, die Innovationsfähigkeit zu stärken und den gesellschaftlichen Wandel aktiv mitzugestalten. Dabei sollen Kooperationen zwischen Kommunen, Bildungseinrichtungen und regionalen Partnern ausgebaut werden, um die Zukunftsfähigkeit der Region nachhaltig zu sichern.