Themenabend zu Nachkriegsfotografien in Münster

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Digitale Realität

Münster. Ein Themenabend im Stadtarchiv Münster zeigt am 26. Februar Originalfotografien der Sammlung Schnitkemper, die das Stadtbild unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg dokumentieren. Die Muenster nachkriegsfotografie ausstellung präsentiert mehr als 800 Aufnahmen, darunter seltene Stereofotografien, und wird live im Internet übertragen.

Historische Fotos entdecken – Muenster nachkriegsfotografie ausstellung

Die Sammlung Schnitkemper umfasst rund 5.000 Fotografien aus den Jahren 1946 bis 1949 und dokumentiert die Situation in den Städten Köln, Münster und Recklinghausen. Der Schwerpunkt liegt auf den Übergangsjahren nach dem Krieg, mit Motiven von Trümmern, Notbauten, leeren Straßen und langsam wieder belebten Plätzen. Über 800 Fotos stammen aus Münster und geben einen detaillierten Einblick in die Umbruchszeit der Stadt.

Besonderheit der Stereofotografien

Ein auffälliges Merkmal der Sammlung sind die Stereofotografien. Dabei handelt es sich um Aufnahmen, die mit zwei Objektiven gleichzeitig aus leicht versetzten Perspektiven angefertigt wurden, um einen räumlichen Effekt zu erzeugen. Dies war trotz der damals herrschenden materiellen Knappheit aufwendig. Die Identität des Fotografen oder der Fotografin ist bis heute unbekannt. Die Sammlung wurde 2025 gemeinsam vom LWL-Medienzentrum für Westfalen und der Irene und Sigurd Greven Stiftung aus Köln erschlossen.

Veranstaltung und Mitwirkung

Der Vortrag wird von Prof. Dr. Markus Köster, Leiter des LWL-Medienzentrums für Westfalen, und Tobias Flümann, wissenschaftlicher Referent im Bildarchiv, durchgeführt. Im Anschluss sind Besucher eingeladen, Fragen zu stellen und mit den Experten über Hinweise zu den Fotos und dem Urheber zu diskutieren. Eine kostenlose Teilnahme ist nach Anmeldung möglich. Die Veranstaltung findet im Stadtarchiv an den Speichern 8 statt und wird auch als Livestream angeboten.

„Die Stereofotografien zeigen Münster in einer besonderen Perspektive und werfen Fragen zur fotografischen Dokumentation in der Nachkriegszeit auf“, sagte Prof. Dr. Markus Köster.

Interessierte können sich per E-Mail an themenabend-anmeldung@stadt-muenster.de oder telefonisch unter 02 51/4 92-47 01 anmelden. Weitere Informationen zum Livestream und zum Jahresprogramm finden sich auf der Website der Stadt Münster unter stadt-muenster.de/archiv.

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Termine und Ausblick zur Muenster nachkriegsfotografie ausstellung

Die Ausstellung und der darauf folgende Themenabend am 26. Februar bieten Gelegenheit, das Nachkriegs-Münster aus einer ungewöhnlichen fotografischen Perspektive zu entdecken. Die Veranstaltung ist Teil eines monatlichen Programms des Stadtarchivs. Zukünftige Termine und weitere Veranstaltungen finden Interessierte ebenfalls auf der Webseite der Stadt Münster. Durch die Digitalisierung und Erschließung der Sammlung Schnitkemper können historische Stadtansichten für Forschung und Öffentlichkeit künftig noch besser zugänglich gemacht werden.

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