Köln. Die hirschhausen zucker dokumentation beleuchtet am 23. Februar 2026 um 20:30 Uhr im Ersten die gesundheitlichen Folgen von Industriezucker und die Herausforderungen eines übermäßigen Zuckerkonsums in Deutschland. Im Anschluss ist Eckart von Hirschhausen ab 21:15 Uhr als Gast bei „hart aber fair“ zu sehen.
Zucker kritisch sehen
Der durchschnittliche Zuckerkonsum in Deutschland beträgt etwa 33 Kilogramm pro Jahr und liegt damit deutlich über der von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Menge. Eckart von Hirschhausen hinterfragt in seiner Dokumentation den eigenen Umgang mit Zucker und untersucht die gesundheitlichen Konsequenzen. Dabei zeigt er unter anderem, dass Zuckeraustauschstoffe keinesfalls harmlos sind. Sie beeinflussen nach neuesten Studien die Geschmacksempfindung, das Sättigungsgefühl und die Darmflora negativ und könnten sogar Demenz fördern.
Erfahrungsberichte von Betroffenen
Die Dokumentation stellt Menschen vor, deren Leben durch den Zucker stark beeinflusst wurde. So diagnostizierte die Brühlerin Ingrid Kinnen nach der Geburt ihres Kindes Typ-2-Diabetes. Nach einer radikalen Ernährungsumstellung ohne Kohlenhydrate stabilisierte sich ihr Blutzucker, und sie benötigt kein Insulin mehr. Auch Anastasia Zampounidis, ehemalige MTV-Moderatorin, beschreibt den Zuckerentzug als Wendepunkt zu mehr Energie und Lebensqualität. Hauke Hein aus Stuttgart berichtete von Haut- und Gefäßkrankheiten, die nach dem Verzicht auf Zucker, Weißmehl, Schweinefleisch und Alkohol verschwanden.
„Als ich einmal zehn Tage Essenspause gemacht habe, merkte ich, wie sich meine Geschmacksknospen erholten von dem dauerhaften Zuckerrausch“, sagte Eckart von Hirschhausen.
Diabetes und schwere Folgen
Der Film widmet sich auch den ernsten Folgen von Diabetes Typ 2, der durch hohen Zuckerkonsum gefördert wird. Frank Riesbeck aus Berlin erlitt eine Teilamputation infolge des diabetischen Fußsyndroms. Jährlich werden in Deutschland mehr als 40.000 Amputationen bei Diabetikern durchgeführt, da die Krankheit Nerven und Blutgefäße zerstört.
Frühe Prävention und Ernährungsbildung
Um der Entstehung von Übergewicht und Diabetes entgegenzuwirken, zeigt die Dokumentation Programme wie die „Gemüse-Ackerdemie“ aus Berlin. Dort lernen Kinder auf Schulen, Gemüse wie Kohlrabi und Rote Bete anzubauen und zu genießen. Ziel ist es, den Geschmack an echtem Essen zu fördern, bevor Zusatzstoffe und Zucker den Geschmackssinn dominieren. Der Stellenwert solcher Ansätze wird auch mit dem Beispiel der britischen Softdrink-Steuer verdeutlicht, während Deutschland hier noch Nachholbedarf hat.
Beispielhafte Initiativen und Ernährungstipps finden Interessierte auch auf regionalupdate.de.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung für die Region und Ausblick
Die Thematik der Dokumentation ist auch für die Menschen in Köln und Umgebung relevant, da Übergewicht und Diabetes Typ 2 zu den häufigsten Erkrankungen zählen. Die Aufklärung über die Risiken von Zucker und die Förderung einer bewussten Ernährung können langfristig die Gesundheit der Bevölkerung verbessern. Die Vorstellung von Präventionsprojekten und die kritische Betrachtung von Zuckerersatzstoffen bieten praxisnahe Ansätze für Betroffene und Interessierte.
Im Mai 2026 ist eine weitere Dokumentation von Eckart von Hirschhausen zum Thema „KI Fakes“ geplant. Dabei werden gezielt Betrugsmaschen und die Manipulation mittels künstlicher Intelligenz beleuchtet. Betroffene können sich unter der Adresse hirschhausen@wdr.de melden.
Weitere Informationen zum Thema Ernährung und Gesundheit finden Leser auf der Seite des WDR sowie aktuelle Beiträge auf regionalupdate.de.
