Aktionsplan Inklusion: Niedersachsen zieht erste positive Bilanz

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Niedersachsen. Der erste Zwischenbericht zum Aktionsplan Inklusion Niedersachsen dokumentiert den Fortschritt bei der Umsetzung von 97 Maßnahmen zur Förderung der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Fast die Hälfte der Maßnahmen befindet sich im Umsetzungsprozess, ein Viertel ist bereits abgeschlossen.

Positive Bilanz Inklusion: Fortschritte im Aktionsplan Inklusion Niedersachsen

Der Aktionsplan Inklusion Niedersachsen, der von 2024 bis 2027 läuft, wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, Barrieren in den Bereichen Mobilität, Bildung, Gesundheit und Digitalisierung abzubauen. Bis zum Stichtag 1. September 2025 zeigen sich erste Erfolge bei der Umsetzung der 97 geplanten Maßnahmen.

Umfang und Status der Maßnahmen

Der Zwischenbericht weist aus, dass 49 Prozent der Maßnahmen aktiv umgesetzt werden. Weitere 25 Prozent gelten als vollständig abgeschlossen, während ein weiteres Viertel noch in Planung ist oder noch nicht realisiert wurde. Lediglich eine Maßnahme wird aufgrund von Ressourcenmangel nicht weiter verfolgt.

„Dies ist ein sehr erfolgreicher Start und eine erfreuliche Bilanz. Dass bereits ein Viertel unserer Aufgaben erreicht ist, zeigt wie ernst wir den Weg hin zu einer barrierefreien Gesellschaft nehmen“, betonte Sozialminister Dr. Andreas Philippi.

Begleitung und Zukunftsperspektiven

Die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Annetraud Grote, begleitet die Umsetzung eng und unterstreicht die Bedeutung von Evaluation und Anpassung.

„Der Zwischenbericht gibt Auskunft darüber, welche Aktivitäten das Land Niedersachsen bereits für mehr Teilhabe von Menschen mit Behinderungen unternommen hat, aber auch, was noch bis 2027 in Angriff genommen und in welchen Bereichen nachgesteuert werden muss.“

Erreichte Meilensteine des Aktionsplans Inklusion Niedersachsen

Partizipation stärken

Der Assistenzleistungsfonds wurde bis 2032 verlängert und ermöglicht nun auch kommunalen Behindertenbeauftragten sowie Mitgliedern von Behindertenbeiräten den Zugang zu Förderung. Dies soll das ehrenamtliche Engagement unterstützen und die Teilhabe weiter stärken.

Mobilität barrierefreier gestalten

Seit Juli 2025 können gemeinnützige Organisationen über das Förderprogramm „Toilette für alle“ einen Zuschuss in Höhe von 7.500 Euro für barrierefreie WC-Anlagen beantragen. Dieses Programm wird durch das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Jugend und Familie betreut.

Gesundheitseinrichtungen barrierefrei ausstatten

In 63 hausärztlichen Praxen wurden Maßnahmen wie höhenverstellbare Untersuchungsliegen, automatische Türen und barrierefreie Toiletten realisiert. Auch behindertengerechte Parkplätze sowie Rampen und Treppenlifte wurden installiert, um den Zugang zu erleichtern.

Digitalisierung und Sensibilisierung

Mitarbeitende der Pressestellen oberster Landesbehörden wurden geschult, um barrierefreie Inhalte in den sozialen Medien sicherzustellen und die Belange von Menschen mit Behinderungen besser zu berücksichtigen.

Ausblick auf die weitere Umsetzung

Bis 2027 sollen alle Maßnahmen des Aktionsplans abgeschlossen sein. Die Fortschritte werden jährlich zum 1. September in barrierefreien Berichten dokumentiert und veröffentlicht, um Transparenz und Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten.

Mehr Informationen und den vollständigen Bericht finden Interessierte auf der offiziellen Webseite des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung. Zum Thema Barrierefreiheit informiert auch die Webseite der Aktion Mensch umfassend.

Weitere Nachrichten aus der Region und zu gesellschaftlichen Entwicklungen finden Sie auf regionalupdate.de.

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