Bonn. In Deutschland nutzt erstmals eine Mehrheit der Menschen für ihre Finanzgeschäfte eine Banking-App, mehr als über das Online-Portal der Bank. Die steigende Beliebtheit des mobilen Zugriffs zeigt Trends und Unterschiede zwischen den Altersgruppen beim mobile banking deutschland.
Banking-App Nutzung steigt
Die aktuellen Zahlen aus der „Postbank Digitalstudie 2025“ belegen, dass sich das Smartphone als Hauptzugangskanal für Bankgeschäfte etabliert hat. 39 Prozent der Befragten erledigen ihre Finanzangelegenheiten über eine Banking-App, während 33 Prozent das Online-Portal der Bank am PC oder Tablet bevorzugen. Der klassische Besuch einer Bankfiliale wird noch von etwa 20 Prozent genutzt, telefonische oder schriftliche Wege spielen eine geringere Rolle. Besonders Überweisungen und Kontoverwaltung zählen zu den häufigsten Anwendungsfällen per App.
Nutzung nach Altersgruppen
Die Studie zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Generationen. Während 46 Prozent der 18- bis 39-Jährigen das App-Banking bevorzugen, sind es bei den über 40-Jährigen nur 36 Prozent. Umgekehrt favorisieren ältere Nutzerinnen und Nutzer häufiger das Online-Portal. Auch die persönliche Vorsprache in der Filiale ist bei älteren Generationen mit 20 Prozent etwas verbreiteter als bei Jüngeren (16 Prozent). Trotz der hohen Affinität zur mobilen Nutzung greifen jüngere Menschen aber häufiger auf Telefon- und Briefkommunikation mit der Bank zurück.
Komplexe Bankgeschäfte im persönlichen Kontakt
Interessanterweise zeigen sich Ausnahmen bei komplexeren Bankthemen. Vor allem Jüngere nutzen für Kreditanträge, Geldanlagen und das Kreditkartenmanagement eher den Besuch in der Filiale. So erledigen 14 Prozent der unter 40-Jährigen ihr Kreditkarten-Management persönlich vor Ort, verglichen mit 7 Prozent der älteren Nutzer. Laut Thomas Brosch, Leiter Digitalvertrieb der Postbank, benötigen solche komplexen Themen differenzierte Angebote, da digitale Transformation nicht linear verläuft.
„Das Smartphone ist längst nicht mehr nur ein Kommunikationsmittel, sondern auch eine bedeutende Schaltzentrale für die persönlichen Finanzen“, sagte Thomas Brosch.
Für das Online-Banking sprechen aus Sicht der Nutzer vor allem Bequemlichkeit, jederzeitiger Zugriff auf Finanzdaten und Unabhängigkeit von Öffnungszeiten. Zugleich vertraut die Mehrheit den gängigen Sicherheitsverfahren wie Zwei-Faktor-Authentifizierung und biometrischer Identifikation.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Mobile Banking in der Region Bonn: Bedeutung und Ausblick
Die Untersuchung zeigt auch für Bonn und umliegende Regionen den Trend zur Digitalisierung im Finanzsektor. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das eine zunehmende Verlagerung von Bankgeschäften auf mobile Geräte, was Flexibilität und Zeitersparnis bringt. Dennoch bleiben Filialbesuche insbesondere für komplexe Anliegen wichtig. Banken in der Region sind deshalb gefordert, sowohl digitale Angebote als auch persönliche Beratungen auszubauen.
In den kommenden Jahren wird die Weiterentwicklung sicherer und nutzerfreundlicher Banking-Apps eine zentrale Rolle spielen. Die Postbank Digitalstudie 2025 liefert eine wichtige Datengrundlage, wie unterschiedliche Altersgruppen im Großraum Bonn ihre Bankgeschäfte künftig gestalten.
Weiterführende Informationen zu aktuellen Trends im Online- und Mobilbanking sind auf regionalupdate.de verfügbar. Offizielle Sicherheitshinweise zum Online-Banking bietet die Bundesanstalt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).
