München. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass viele chronisch kranke Menschen über 50 Jahren in Deutschland das Thema chronisch kranke guertelrose mit ihrem Arzt noch nicht besprechen. Dabei empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Impfung gegen Gürtelrose gerade für diese Risikogruppe.
Risiko Gürtelrose erkennen
Menschen mit chronischen Erkrankungen haben ein bis zu 30 Prozent höheres Risiko, an Gürtelrose zu erkranken. Die Nervenerkrankung geht häufig mit starken, zum Teil langanhaltenden Schmerzen einher. Trotz häufigen Arztkontakten spricht etwa die Hälfte der Befragten über 50 Jahren mit chronischer Krankheit nicht mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt über das Thema.¹
Wissensstand und Sorgen der Betroffenen
Die Umfrage zeigt deutliche Wissenslücken: Ein Drittel der Befragten glaubt, die chronische Krankheit habe keinen Einfluss auf das Gürtelrose-Risiko, und ein Viertel gibt an, wenig oder nichts über Gürtelrose zu wissen.¹ Zugleich gibt es hohe Sorge vor den Folgen einer Infektion; 66 Prozent fürchten einen Krankenhausaufenthalt, 75 Prozent befürchten negative Auswirkungen auf ihren Alltag.¹
Ärztliche Beratung als Schlüssel zur Prävention
Die ärztliche Empfehlung spielt eine wichtige Rolle bei der Vorsorge. Fast die Hälfte der Befragten würde das Thema ansprechen, wenn ihr Arzt oder ihre Ärztin es tut.¹ Besonders hoch ist die Gesprächsbereitschaft bei Menschen mit Diabetes, COPD, Asthma oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch Schmerzexperten empfehlen, regelmäßig über Vorsorge zu sprechen.
„Wer regelmäßig mit der Hausärztin oder dem Hausarzt über Vorsorge spricht, übernimmt Verantwortung für die eigene Gesundheit und beugt einer Erkrankung vor, die das Leben unter Umständen sehr lange beeinträchtigen kann“, sagte Dr. Michael A. Überall.
- Hohe Risikogruppen sind chronisch Kranke ab 18 Jahren.
- Impfempfehlung der STIKO seit 2023, mit Ausweitung ab 60 Jahren.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Abschluss: Regionale Relevanz und praktische Hinweise
Im Rhein-Main-Gebiet und anderen Regionen mit einer älteren Bevölkerung ist die Aufklärung über chronisch kranke guertelrose besonders wichtig. Bürgerinnen und Bürger mit chronischen Erkrankungen sollten bei ihrem Hausarzt die Impfmöglichkeit gegen Gürtelrose ansprechen. Die STIKO empfiehlt die Impfung ab 60 Jahren sowie bereits ab 18 Jahren bei erhöhtem Risiko. Hausärztliche Praxen werden künftig verstärkt eingebunden, um die Impfquoten zu erhöhen.
Weitere Informationen bietet das Online-Magazin regionalupdate.de sowie die offizielle Informationsseite zur Gürtelrose-Impfung auf guertelrose-wissen.de.
¹ Ergebnisse einer globalen Umfrage im Auftrag von GSK, Fokuswoche Gürtelrose 2026
² Batram, M. et al., Dermatol Ther 2021
³ Barmer Arzneimittelreport 2025, https://ots.de/1AdqBq
