München. Erkältungen und Atemwegserkrankungen nehmen in der kalten Jahreszeit zu, wobei insbesondere rsv infektionen aeltere erwachsene derzeit verstärkt belasten. Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) kann bei älteren Menschen schwer verlaufende Erkrankungen verursachen, weshalb verstärkte Schutzmaßnahmen empfohlen werden.
RSV-Schutz jetzt wichtig
Die Zahl der RSV-Infektionen ist in den letzten Monaten deutlich gestiegen, was laut Robert Koch-Institut mit den saisonalen Gegebenheiten zusammenhängt. In der kalten Jahreszeit halten sich viele Menschen vermehrt in Innenräumen auf, wo das Virus durch Tröpfcheninfektion leicht übertragen wird. Trockene Heizungsluft und unzureichendes Lüften begünstigen zudem die Verbreitung.
Warum RSV besonders im Winter verbreitet ist
RSV breitet sich hauptsächlich in der kalten Jahreszeit bis etwa März oder April aus. Die Kombination aus engen Kontakten, trockener Luft und ungenügendem Luftaustausch in Innenräumen fördert die Übertragung des Erregers. Die saisonale Ansteckungsgefahr ist dadurch stark erhöht.
Transmission und Verbreitung des Erregers
Das Virus wird über kleine Tröpfchen beim Sprechen, Husten oder Niesen übertragen. Gerade ältere Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder chronischen Erkrankungen sind hier besonders anfällig für eine Infektion.
Wer gehört zu den Risikogruppen?
Neben Säuglingen sind vor allem ältere Erwachsene gefährdet. Menschen ab 60 Jahren, besonders mit Herz- oder Lungenerkrankungen wie Asthma oder COPD, sind anfälliger für schwere Verläufe. Das beeinträchtigte Immunsystem im Alter erlaubt dem Virus, leichter Komplikationen zu verursachen.
Komplikationen und Krankheitsverlauf
Husten, Schnupfen und Halsschmerzen sind typische Symptome einer RSV-Infektion. Bei älteren Menschen können sich daraus allerdings ernste Atemwegserkrankungen entwickeln, etwa Lungenentzündungen. Bestehende Lungenerkrankungen verschlimmern sich häufig, was zu Luftnot und Krankenhausaufenthalten führen kann.
„Die letzten Jahre haben gezeigt, dass auch ältere Erwachsene erheblich durch RSV gefährdet sind“, sagte Prof. Dr. Frederik Trinkmann, Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie.
Behandlungsmöglichkeiten bei schweren Verläufen
Eine spezifische Therapie gegen RSV gibt es nicht. Die Behandlung konzentriert sich auf die Linderung der Symptome, etwa durch Sauerstoffgabe. Ziel ist es, eine Verengung der Atemwege zu verhindern und die Lungenfunktion möglichst zu erhalten.
- Symptomatische Therapie
- Sauerstoffgabe bei Bedarf
- Vermeidung von Atemwegsverengung
Langzeitfolgen einer RSV-Infektion
Schwere RSV-Infektionen können die Lungenfunktion dauerhaft beeinträchtigen und die Lebensqualität älterer Erwachsener reduzieren. Einschränkungen bei Alltagsaktivitäten sind möglich, wie beispielsweise bei Treppensteigen oder längeren Gehstrecken.
„Es gibt keine Garantie, dass die Lungenfunktion nach einer schweren RSV-Infektion wieder ihr ursprüngliches Niveau erreicht“, erläuterte Prof. Dr. Trinkmann.
Prävention durch Impfung
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die RSV-Impfung für Personen ab 75 Jahren sowie für Menschen ab 60 mit schweren Vorerkrankungen oder Pflegeheimbewohner. Mit der Impfung lassen sich schwere Krankheitsverläufe verhindern oder abschwächen.
„Besonders Menschen mit Vorerkrankungen sollten diese Schutzoption auf jeden Fall nutzen“, so Prof. Dr. Trinkmann.
Die Impfung ist eine wichtige Maßnahme, um die Belastung durch RSV speziell bei älteren Erwachsenen zu verringern.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
RSV-Infektionen bei älteren Erwachsenen: Bedeutung für die Region und Ausblick
Für die Bevölkerung in München und Umgebung bedeutet dies eine erhöhte Aufmerksamkeit gegenüber Atemwegserkrankungen in der kalten Jahreszeit. Vor allem ältere Menschen sollten sich über die Impfmöglichkeiten informieren und diese nutzen, um das Risiko schwerer RSV-Erkrankungen zu reduzieren. Neben der Impfung sind Hygieneregeln und regelmäßiges Lüften wichtige Maßnahmen im täglichen Leben.
Gesundheitseinrichtungen in der Region bieten Beratungen zur RSV-Impfung an, und die Impfkampagne wird voraussichtlich weiter ausgebaut. Bürgerinnen und Bürger finden zusätzliche Informationen zum Thema auf regionalupdate.de sowie auf den offiziellen Seiten des Robert Koch-Instituts.
Eine konsequente Umsetzung der Präventionsmaßnahmen kann die Belastung durch RSV-Infektionen, insbesondere bei älteren Erwachsenen, signifikant verringern.
