Nordhorn. Mental gesunder Medienkonsum ist eine Herausforderung für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Kleine Impulse im Alltag können dabei helfen, Medieninhalte bewusster und entspannter wahrzunehmen.
Kleine Schritte wirken: Mental gesunder Medienkonsum
Bewusster Medienkonsum als Familienthema
Mental gesunder Medienkonsum beginnt mit dem täglichen Umgang, der bei vielen Menschen von Dauerscrollen und schnellen Reizwechseln geprägt ist. Kinder lernen oft, dass sie weniger Bildschirmzeit nutzen sollen, während Erwachsene selbst häufig kaum Abstand von Handy und Co. halten. Die Initiative Mental Media Score setzt genau hier an und fordert dazu auf, Schritt für Schritt — und oft absurd klein — das eigene Medienverhalten zu reflektieren und anzupassen.
Beispielsweise wird empfohlen, bewusste Pausen vom schnellen Konsum einzulegen. Das Schreiben mit der Hand oder kurze Auszeiten zum Nachdenken über ein einziges Wort helfen, den Fokus zurückzugewinnen. Solche kleinen Gewohnheiten unterstützen die mentale Gesundheit und erzeugen ein besseres Mediengefühl bei Kindern und Erwachsenen.
Praktische Impulse für den Alltag
Die Autorin berichtet von einer einfachen Geste: Statt Süßigkeiten als Geschenk für Kindergeburtstage zu wählen, verschenkt sie eine „Powerbanane“ mit einer liebevoll beschrifteten Botschaft. Diese kleine Idee steht symbolisch für eine Art bewussten Umgang mit Gewohnheiten, die auch auf den Medienkonsum übertragen werden kann.
„Mental gesunder Medienkonsum braucht in aller erster Linie ein bewusstes Fühlen. Was tut mir gut?“, sagt die Expertin.
Darüber hinaus wird empfohlen, den eigenen Medienfeed aktiv und positiv zu gestalten. Ein gemeinsames Auswählen von Inhalten für Kinder und Erwachsene kann dabei helfen, Stress und negative Gefühle zu reduzieren. Das Buch „Aber alle haben ein Smartphone“ von Elisabeth Koblitz bietet dazu praktische Anregungen ohne Alarmismus.
Zukunftstrends und neue Projekte
Innovative Medienprojekte wie „Wedium“ zeigen, dass sich der Medienalltag allmählich ändert. Solche Initiativen setzen auf gemeinschaftliche Erfahrung und positive Inhalte, die mental gesunden Medienkonsum fördern.
Im Gespräch bleibt auch der Aufbau einer „Feel-Good-Liste“ mit empfohlenen Medienprofilen, die zur mentalen Gesundheit beitragen können. Dies ist ein offenes Projekt, das zur aktiven Mitgestaltung einlädt und den kollektiven Austausch bereichern soll.
Für weitere Informationen und praktische Tipps rund um das Thema besuchen Sie die offizielle Plattform des Mental Media Score. Mehr zum Thema Medienkompetenz und Sicherheit finden Sie beim Bundesfamilienministerium.
Mental gesunder Medienkonsum verlangt Bewusstsein und Praxis
Mental gesunder Medienkonsum ist kein Thema, das sich mit einem Verbot oder moralischem Zeigefinger lösen lässt. Vielmehr geht es um einen bewussten Umgang und das bewusste Fühlen der eigenen Bedürfnisse. Kleine Impulse und Änderungen im Alltag können die Wahrnehmung langfristig verbessern und zur mentalen Gesundheit beitragen. Aktuell sind Initiativen und Projekte im Aufbau, die Familien, Teams und Freundeskreise auf diesem Weg begleiten möchten.
Ausblick
Geplant ist, weitere Impulse über Kanäle wie WhatsApp zu verbreiten, um möglichst viele Menschen für mental gesunden Medienkonsum zu sensibilisieren. Die Sammlung von Anregungen und guten Beispielen soll zu einer gemeinsamen Toolbox führen, die nicht nur für Kinder, sondern für alle Altersgruppen hilfreich ist. Wer an einer bewussteren Mediennutzung interessiert ist, kann sich aktiv an diesem Prozess beteiligen und von den Erfahrungen anderer profitieren.
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