Hamburg. Die Mehrheit der Deutschen sieht das Gesundheitssystem nicht ausreichend auf die Herausforderungen einer älter werdenden Gesellschaft vorbereitet. Dabei spielt für die Bevölkerung besonders die Prävention Eigenverantwortung Gesundheit eine zentrale Rolle, wie eine aktuelle Umfrage der HanseMerkur Krankenversicherung zeigt.
Neuer Fokus Prävention
Die repräsentative YouGov-Umfrage mit mehr als 2.000 Teilnehmern verdeutlicht, dass 69 Prozent der Menschen in Deutschland einen Reformbedarf im Gesundheitssystem sehen, um besser auf den demografischen Wandel reagieren zu können. Dabei wird eine stärkere Rolle der persönlichen Gesundheitsverantwortung und Prävention von den Befragten ausdrücklich befürwortet.
Mehrheit fordert mehr Eigenverantwortung
70 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass künftig jeder einzelne mehr Verantwortung für die eigene Gesundheit übernehmen muss, da das System an seine Grenzen stößt. Ergänzend dazu sprechen sich 68 Prozent für eine Präventionswende aus, also einen stärkeren Fokus auf Vorsorgemaßnahmen anstelle der reinen Krankheitsbehandlung. Besonders ausgeprägt ist die Zustimmung bei den 25- bis 34-Jährigen, von denen 82 Prozent gesundheitsbewusstes Verhalten stärker gefördert sehen wollen.
Gesundheitsbewusstsein bei den 35- bis 44-Jährigen
Die Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen zeigt ein besonders ausgeprägtes Bewusstsein für Gesundheitsthemen. 52 Prozent halten es für gerecht, wenn Personen mit gesundem Lebensstil niedrigere Krankenversicherungsbeiträge zahlen. Zudem geben 74 Prozent dieser Altersgruppe an, heute mehr Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen als früher. Fast genauso viele (54 Prozent) sind bereit, mehr Zeit, Geld oder Disziplin in ihre Gesundheit zu investieren.
„Diese Altersgruppe gehört zu einer Generation, die weiß, dass sie länger arbeiten und zusätzlich vorsorgen muss, weil sowohl Gesundheits- als auch Rentensystem künftig weniger leisten können“, sagt Eberhard Sautter, Vorstandsvorsitzender der HanseMerkur.
Diskrepanz zwischen Wunsch und Praxis
Trotz klarer Präferenz für mehr Prävention und Eigenverantwortung ist die tatsächliche Bereitschaft, aktiv in Vorsorgemaßnahmen zu investieren, eingeschränkt. So geben 36 Prozent der Befragten an, Vorsorge zwar wichtig zu finden, diese aber häufig aufzuschieben. Bei den 18- bis 24-Jährigen liegt dieser Wert sogar bei 46 Prozent.
Strukturen für leichter zugängliche Prävention
„Entscheidend ist, dass Menschen nicht nur länger, sondern vor allem gesünder leben“, so Sautter weiter. „Wir müssen Strukturen schaffen, die Prävention einfacher und leichter zugänglich machen, um im Alltag wirklich zu unterstützen. Fördern, fordern, belohnen, das ist aus unserer Sicht der Schlüssel.“
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung der Prävention Eigenverantwortung Gesundheit in Hamburg
Für Hamburg und seine Bürgerinnen und Bürger bedeutet die gestiegene Erwartung an Prävention und Eigenverantwortung eine wichtige Weichenstellung im regionalen Gesundheitsmanagement. Lokale Gesundheitsangebote und Präventionsprogramme könnten künftig stärker gefördert und an den Bedarf der Bevölkerung angepasst werden. Dies würde nicht nur die individuelle Lebensqualität verbessern, sondern auch das Gesundheitssystem in der Metropolregion entlasten.
Eine solche Entwicklung erfordert jedoch koordinierte Maßnahmen seitens der Gesundheitsakteure, von Versicherungsgesellschaften bis hin zu kommunalen Einrichtungen. Nähere Informationen und aktuelle Initiativen rund um Gesundheitsthemen in der Region sind bei regionalupdate.de erhältlich. Für weiterführende gesundheitliche Informationen empfiehlt sich außerdem ein Besuch bei offiziellen Stellen wie dem Robert Koch-Institut.
Durch die Kombination von individueller Vorsorge und struktureller Unterstützung könnte Hamburg die Voraussetzungen für eine nachhaltige gesundheitliche Versorgung schaffen, die den demografischen Herausforderungen gerecht wird. Die HanseMerkur Krankenversicherung plant, ihren Fokus auf Prävention und Eigenverantwortung weiter zu verstärken und entsprechende Angebote auszubauen.
