Frankfurt. Die Debatte um die Einführung einer Zuckersteuer steht erneut im Fokus. Die zuckersteuer adipositas problem wird dabei aus wissenschaftlicher Sicht kritisch bewertet. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hatte eine Steuer auf gezuckerte Getränke vorgeschlagen, um die zunehmende Adipositas zu bekämpfen.
Zuckersteuer wirkt nicht
Die Einführung einer Zuckersteuer auf gezuckerte Getränke wird laut aktuellen Studien das Adipositasproblem nicht lösen. Zwar konnte in Großbritannien durch die Steuer der Zuckerkonsum reduziert werden, jedoch sind die Raten übergewichtiger und adipöser Menschen nicht gesunken – im Gegenteil. Im Zeitraum 2023/24 waren 64,5 Prozent der Erwachsenen adipös, eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr.
Fokus auf Getränke allein reicht nicht aus
Der Ansatz, ausschließlich auf gezuckerte Getränke abzuzielen, greift zu kurz. Die Zunahme von Übergewicht und Adipositas hängt von vielfältigen Faktoren ab. Neben dem Konsum zuckerhaltiger Getränke spielen das gesamte Essverhalten und der Lebensstil eine entscheidende Rolle.
Prävention und andere Maßnahmen wichtiger
Experten betonen, dass Präventionsmaßnahmen wie die Einschränkung von Werbung für ungesunde Lebensmittel sowie die Förderung von Bewegung in Schulen und am Arbeitsplatz vorrangig sind. Ohne Änderungen im Ernährungsverhalten und der körperlichen Aktivität lässt sich das Adipositasproblem nicht nachhaltig adressieren.
„Die ‚Adipositas-Epidemie‘ wird man mit einer Zuckersteuer nicht bekämpfen können“, so die Einschätzung der Frankfurter Rundschau.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Regionale Einordnung und Ausblick auf Präventionsmaßnahmen
Für Frankfurt und die umliegende Region bedeutet das vor allem, dass politische Entscheidungen allein nicht genügen. Bürgerinnen und Bürger profitieren von umfassenden Programmen zur Gesundheitsförderung sowie von Aufklärungsarbeit hinsichtlich Ernährung und Bewegung. Geplante Initiativen an Schulen und in Betrieben könnten hier wichtige Impulse setzen.
Weitere Informationen zu regionalen Gesundheitsprogrammen und aktuellen Entwicklungen finden Interessierte auf regionalupdate.de sowie auf der Webseite des Robert Koch-Instituts.
Die Diskussion um die Zuckersteuer zeigt, wie komplex der Kampf gegen Adipositas ist und dass vielschichtige Lösungen gefragt sind.
