Bonn. Vier Jahre nach Beginn der russischen Vollinvasion in die Ukraine hat sich die Zahl der deutsch ukrainischen Solidaritätspartnerschaften auf über 250 vervielfacht. Diese informellen Partnerschaften verbinden Kommunen beider Länder und ermöglichen gezielte Hilfe und Zusammenarbeit in der Krise.
Starke Kommunale Hilfe der deutsch ukrainischen Solidaritätspartnerschaften
Die sogenannten Solidaritätspartnerschaften sind keine formalen Städtepartnerschaften, sondern bieten eine unbürokratische Möglichkeit für Kommunen, direkte Hilfeleistungen zu organisieren. Die Anzahl dieser Kooperationen ist seit 2022 mehr als dreifach angewachsen. Sie ermöglichen schnelle und bedarfsorientierte Unterstützung vor allem in der vom Krieg stark betroffenen ukrainischen Infrastruktur.
Praktische Unterstützung für die Ukraine
Kommunale Partnerschaften leisten vor allem in Bereichen wie Energieversorgung und Infrastruktur wertvolle Unterstützung. Ein Beispiel ist die Partnerschaft zwischen Schwäbisch Gmünd und der ukrainischen Gemeinde Obroshyne. Dort wurde das Gemeindehaus mit Wärmepumpen ausgestattet, um es als sicheren und beheizbaren Luftschutzraum zu nutzen. Gleichzeitig findet ein Fachaustausch zu nachhaltiger Wärmegewinnung statt, um den Wiederaufbau vorzubereiten.
Förderung durch Engagement Global
Die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global unterstützt die deutsch ukrainischen Solidaritätspartnerschaften mit Beratung und Fördermitteln. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung beauftragt diese Arbeit. Das Netzwerk wird auch politisch gefördert, unter anderem durch die Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.
„Alle aktuellen Partnerschaften können online eingesehen werden“, betont Petra Gohr-Guder, Pressesprecherin von Engagement Global.
- Über 250 deutsch-ukrainische Solidaritätspartnerschaften bestehen aktuell
- Partnerschaften sind eine schnelle Reaktion auf Kriegsauswirkungen
- Förderung und Beratung durch Engagement Global und SKEW
Beispielhafte Projekte und konkrete Hilfen unterstreichen die Bedeutung des Netzwerks.
Diese Entwicklung verdeutlicht die Bedeutung kommunaler Zusammenarbeit zur Stabilisierung der Ukraine.
Ausblick und Bedeutung für die Region Bonn
Die vielfältigen Solidaritätspartnerschaften zeigen, wie Kommunen vor Ort aktiv zur Krisenbewältigung und zum Wiederaufbau in der Ukraine beitragen können. Für Bürgerinnen und Bürger in Deutschland eröffnen sich dadurch Möglichkeiten, sich in regionalen Initiativen zu engagieren oder lokale Projekte zu unterstützen. Interessierte Kommunen können sich weiterführend auf der Webseite der SKEW informieren, um eigene Partnerschaften zu initiieren und Teil des Netzwerks zu werden. Weitere Informationen stehen unter www.skew.engagement-global.de zur Verfügung. Einen umfassenden Überblick gibt die Landkarte der Kommunalbeziehungen unter skew.engagement-global.de/landkarte-deutsch-ukrainischer-kommunalbeziehungen.html.
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