Apotheken beschließen bundesweite Proteste und Apothekenschließungen

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Berlin. Am 23. März finden unter dem Motto Apotheken bundesweite Proteste statt, bei denen viele Apothekenteams ihre Filialen schließen. Hintergrund ist die anhaltende Kritik an der stagnierenden Vergütung der Apotheken trotz stark gestiegener Kosten.

Protest gegen Honorarstopp

Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hat für den 23. März zentrale Kundgebungen organisiert. Zahlreiche Apotheken beteiligen sich mit Geschäfts­schließungen an diesem Aktionstag. Die Versorgung bleibt durch die Notdienst-Apotheken gewährleistet, die auch an diesem Tag durchgängig geöffnet sind.

Gründe für die Proteste

ABDA-Präsident Thomas Preis machte auf die wirtschaftliche Lage aufmerksam: Die Kosten für Apotheken stiegen in den letzten 13 Jahren um 65 Prozent, während die Vergütung seit längerem stagniert. Seit 2013 mussten dadurch fast 20 Prozent der Apotheken schließen.

„Ohne eine Apotheke vor Ort wird die Versorgungslage für viele Menschen kritisch. Das können wir uns nicht leisten, erst recht nicht mit Blick auf den demografischen Wandel und die erforderliche Krisenresilienz der Arzneimittelversorgung“, sagte Preis.

Forderungen der Apothekerschaft

Die ABDA setzt sich insbesondere für die im Koalitionsvertrag vereinbarte Anhebung der Vergütung von 8,35 auf 9,50 Euro pro Packung ein. Darüber hinaus warnen die Apothekerverbände vor geplanten Änderungen im Apothekenbetrieb: Die Einführung von Apothekenbetrieben ohne durchgehend anwesende Apotheker lehnt die Organisation als gefährlich für Patientinnen und Patienten ab.

  • Stärkung der wirtschaftlichen Lage der Apotheken ist erforderlich
  • Keine Etablierung von Apotheken ohne feste Apotheker-Leitung
  • Sicherstellung der Arzneimitteltherapiesicherheit hat höchste Priorität

Die ABDA hat zudem eine Resolution verabschiedet, die die Bundesregierung und politische Fraktionen aufruft, die Apotheken unverzüglich wirtschaftlich zu stärken.

Weitere Informationen zu den Protesten und der Resolution sind auf der offiziellen Webseite der ABDA zu finden. ABDA Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände

Bezüglich Versorgung und Notdienstregelungen informiert auch das Bundesministerium für Gesundheit. Gesundheitsministerium

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Konsequenzen für die regionale Arzneimittelversorgung

Auch in der Region ist mit Auswirkungen zu rechnen, da zahlreiche Apotheken im Rahmen der Aktion ihre Türen schließen. Die Notdienstregeln werden sicherstellen, dass eine kontinuierliche Versorgung gewährleistet bleibt. Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies allerdings temporär eingeschränkte Erreichbarkeit lokaler Apotheken.

Die Gemeinschaft vor Ort wird für den weiteren Verlauf aufmerksam verfolgen, ob die politische Zusage zur Honorarerhöhung tatsächlich umgesetzt wird. Die Initiativen der ABDA wie die Online-Petition ermöglichen Bürgerinnen und Bürgern eine Beteiligung und Unterstützung der Anliegen der Apothekerschaft.

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