Berlin. Die Apotheken in Deutschland planen am 23. März 2026 einen bundesweiten Protesttag. Unter dem Fokus Apotheken bundesweite Proteste sollen Apotheken geschlossen bleiben, um für eine Erhöhung ihres Honorars zu kämpfen.
Apotheken protestieren gemeinsam
Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hat ihre Mitglieder am 22. März 2024 dazu aufgerufen, an einem Protesttag teilzunehmen. An diesem Tag werden die Landesapothekerverbände alle Apotheken dazu bewegen, ihre Filialen zu schließen. Die Notdienst-Apotheken sichern dennoch die Versorgung der Bevölkerung.
Forderungen der Apothekerschaft
Die Apotheker beklagen, dass ihre Kosten in den letzten 13 Jahren um 65 Prozent gestiegen seien, während die Vergütung für ihre Leistungen stagniere. Seit 2013 habe dies dazu geführt, dass fast 20 Prozent der Apotheken schließen mussten. ABDA-Präsident Thomas Preis fordert die Bundesregierung auf, die im Koalitionsvertrag vereinbarte Erhöhung des honorarbezogenen Betrags von 8,35 Euro auf 9,50 Euro pro Packung zügig umzusetzen.
„Ohne eine Apotheke vor Ort wird die Versorgungslage für viele Menschen kritisch“, sagte Thomas Preis. „Das können wir uns nicht leisten, erst recht nicht mit Blick auf den demografischen Wandel und die erforderliche Krisenresilienz.“
Geplante Aktionen und Widerstand gegen Gesetzespläne
Neben der Schließung der Apotheken sind in Berlin, Hannover, München und Düsseldorf zentrale Kundgebungen und Demonstrationen vorgesehen. Weiterhin hat die ABDA eine Resolution verabschiedet, die die Bundesregierung auffordert, die Apotheken wirtschaftlich zu stärken und vor systemgefährdenden Plänen bei der Arzneimittelversorgung warnt.
Im Entwurf des Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetzes (ApoVWG), der bald im Bundestag beraten wird, ist unter anderem eine zeitweise Leitung von Apotheken ohne anwesendes Apothekenpersonal vorgesehen. Die Apothekerschaft hält dies für einen „gefährlichen Irrweg“ und sieht Patientensicherheit gefährdet.
- Protesttag am 23. März 2026 mit flächendeckenden Schließungen
- Versorgung weiterhin durch Notdienst-Apotheken gewährleistet
- Kundgebungen in großen Städten geplant
- ABDA-Kampagne „Uns gibt es nicht zum Nulltarif!“ gestartet
- Online-Petition für Apothekenstärkung seit Anfang März
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung für die regionale Arzneimittelversorgung und Ausblick
Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet die angekündigte Protestaktion eine kurzfristige Umstellung bei der Versorgung mit Arzneimitteln, da viele Apotheken geschlossen bleiben. Die Notdienst-Apotheken gewährleisten jedoch die Grundversorgung. Die Proteste sollen Druck auf die Politik erhöhen, die Honorarerhöhungen und wirtschaftliche Sicherung der Apotheken umzusetzen.
Regionale Apothekenverbände sind eingebunden und organisieren örtliche Veranstaltungen. Die Kampagne „Uns gibt es nicht zum Nulltarif!“ sowie eine Online-Petition ermöglichen zusätzliches Engagement der Bevölkerung. Interessierte finden weitere Informationen und die Petition auf der Webseite der ABDA und können sich hierüber umfassend informieren.
Für aktuelle Entwicklungen und regionale Einblicke im Gesundheitswesen besuchen Sie auch regionalupdate.de.
Weiterführende Informationen zu den gesetzlichen Grundlagen bietet die Bundestagsseite zum Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz.
Insgesamt zeigen die geplanten Apotheken bundesweite Proteste die bedeutende Herausforderung für das Gesundheitswesen und den Erhalt der flächendeckenden Versorgung. Die Situation bleibt Gegenstand politischer Diskussionen in den kommenden Monaten.
