VdK kritisiert große Lohnlücke zwischen Männern und Frauen

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Niedersachsen-Bremen. Der Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen kritisiert anlässlich des Equal Pay Day am 27. Februar 2026 die weiterhin bestehende Lohnlücke zwischen Frauen und Männern in Deutschland. Die Forderung nach mehr Gleichberechtigung und einer gerechteren Verteilung unbezahlter Sorgearbeit steht dabei im Fokus des Verbands.

Lohnlücke bei Frauen: Ursachen und Forderungen zur Gleichberechtigung Lohnluecke Frauen

Der Equal Pay Day symbolisiert die Tatsache, dass Frauen in Deutschland durchschnittlich 16 Prozent weniger verdienen als Männer. Dieser Unterschied bedeutet praktisch, dass Frauen bis zum 27. Februar 2026 im Jahr gearbeitet haben, ohne dafür bezahlt zu werden. Gunda Menkens, Landesfrauenvertreterin des Sozialverbands VdK Niedersachsen-Bremen, weist darauf hin, dass dieser Zustand der Ungleichheit ein zentrales Problem der Gleichberechtigung darstellt.

Unbezahlte Sorgearbeit als Hauptgrund

Ein wesentlicher Grund für die Lohnlücke ist die ungleiche Aufteilung der unbezahlten Sorgearbeit. Frauen übernehmen oft die Hauptverantwortung für Kinder und pflegebedürftige Angehörige, was ihre Möglichkeiten zur Vollzeiterwerbstätigkeit einschränkt. Dies führt zu einem eingeschränkten Zugang zu besseren Arbeitsmarktchancen, niedrigeren Einkommen und dadurch auch zu höherer Armutsgefährdung im Alter. Der VdK fordert daher ein gesellschaftliches Umdenken, um traditionelle Rollenbilder aufzubrechen.

„Es darf nicht länger selbstverständlich sein, dass der Mann Vollzeit arbeitet und die Frau nur hinzuverdient, weil sie hauptverantwortlich ist für Kinder und pflegebedürftige Angehörige“, sagte Gunda Menkens.

Politische Maßnahmen gefordert

Neben gesellschaftlichem Wandel sieht der VdK auch politisches Handeln als notwendig an. Dazu gehören flächendeckende Betreuungsangebote für Kinder und Pflegebedürftige, eine Lohnersatzleistung für pflegende Angehörige sowie Anreize zur gleichmäßigeren Verteilung der Sorgearbeit. Insbesondere eine Reform des Elterngeldes könnte nach Ansicht des Verbands dazu beitragen, das Problem der Lohnlücke zu verringern.

  • Flächendeckende zuverlässige Betreuungsstrukturen für Kinder und Pflegebedürftige
  • Lohnersatzleistung für pflegende Angehörige
  • Anreize für gerechtere Aufteilung der Sorgearbeit
  • Reform des Elterngeldes zur Förderung der Gleichberechtigung

Weitere Informationen zum Equal Pay Day und dem Thema Gleichstellung finden sich beim Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen hier und beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hier.

Ausblick auf Maßnahmen zur Reduzierung der Lohnlücke

Der Sozialverband VdK will sich weiterhin für soziale Gerechtigkeit und die Gleichberechtigung von Frauen im Arbeitsleben einsetzen. Zukünftige Initiativen sollen dabei besonders auf den Abbau von strukturellen Nachteilen durch unbezahlte Sorgearbeit sowie die Verbesserung der Betreuungs- und Unterstützungsangebote abzielen. Geplant sind zudem öffentliche Aufklärungskampagnen, um traditionelle Rollenbilder frühzeitig zu hinterfragen und mehr Frauen den Zugang zu gleichen Chancen am Arbeitsplatz zu ermöglichen.

Mehr Nachrichten und Hintergrundberichte zu sozialen Themen finden Sie auf regionalupdate.de.

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