Berlin. Im Jahr 2025 sind in Deutschland nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes 2.814 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Angesichts dieser steigenden Zahl fordert der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) entschlossene Maßnahmen zur Senkung der Verkehrstoten.
Jetzt Verkehr retten: Maßnahmen gegen die steigenden Verkehrstoten in Deutschland 2025
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) betont die dringende Notwendigkeit, die Verkehrssicherheit in Deutschland zu verbessern, um den Anstieg der Verkehrstoten zu stoppen. Mit 2.814 Verkehrstoten im Jahr 2025 liegt die Zahl leicht über dem Vorjahreswert von 2.770 und stellt einen Rückschritt gegenüber dem Ziel der Vision Zero dar, bei der niemand im Straßenverkehr ums Leben kommen soll.
Tempolimits auf Landstraßen
Ein zentrales Anliegen des DVR ist die Absenkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen mit einer Fahrbahnbreite bis sechs Metern von 100 auf 80 km/h. An Kreuzungen und Einmündungen sollen sogar Tempo 70 gelten:
„Tempolimits sind ein Ausdruck von Verantwortung für Menschenleben“, sagte Manfred Wirsch, Präsident des DVR.
Die meisten tödlichen Unfälle ereignen sich auf Landstraßen, weshalb die Maßnahme als besonders wirkungsvoll gilt.
Überwachung von Ablenkungen am Steuer
Der DVR empfiehlt eine verstärkte Kontrolle der Ablenkung durch Handys am Steuer mittels sogenannter „Handy-Blitzer“. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt in Rheinland-Pfalz soll eine bundeseinheitliche Regelung geschaffen werden, um Verstöße flächendeckend erfassen zu können.
„Wenn Menschen immer häufiger wegsehen, müssen automatisierte Systeme umso genauer hinschauen“, sagte Manfred Wirsch.
Neben der Gefahrenquelle Ablenkung am Steuer fordert der DVR zudem die gezielte Entschärfung von Unfallhäufungsstellen durch bauliche Maßnahmen.
Weitere Schritte zur Verbesserung der Verkehrssicherheit
Der DVR ruft Bund, Länder und Kommunen zu gemeinschaftlichem Handeln auf. Es sollen vorhandene finanzielle Mittel aus Bundes- und Landesprogrammen genutzt werden, um gefährliche Straßenabschnitte sicherer zu gestalten. Dazu zählen etwa die Verbesserung von Sichtachsen, Beleuchtung sowie die Anpassung von Ampelschaltungen. Unfallkommissionen sollen anhand datenbasierter Analysen geeignete Maßnahmen festlegen und umsetzen.
Das Verkehrssicherheitsprogramm der Bundesregierung für 2021 bis 2030 sieht den Bund als zentralen Akteur und Koordinator, der die Sicherheit auf den Straßen erhöhen soll. Der DVR begleitet das Bundesverkehrsministerium beratend bei der Umsetzung wirksamer Maßnahmen.
Weitere Informationen zum Thema Verkehrssicherheit finden Sie auf regionalupdate.de sowie auf den Seiten des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR). Offizielle Daten stellt das Statistische Bundesamt (Destatis) bereit.
Ausblick auf weitere Verkehrssicherheitsinitiativen
Der DVR betont, dass 2.814 Verkehrstote im Jahr 2025 ein deutliches Signal sind, jetzt entschlossen zu handeln. Neben der Forderung nach Tempolimits und besserer Überwachung der Ablenkung am Steuer sollen Unfallhäufungsstellen unverzüglich entschärft werden. Die Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen soll intensiviert und die finanzielle Ausstattung für Verkehrssicherheitsmaßnahmen ausgebaut werden.
Manfred Wirsch fasst es zusammen:
„Die Zeit des Redens ist vorbei, jetzt müssen mehr Taten zur Rettung von Menschenleben folgen.“
Geplante Maßnahmen und Förderungen sind für die kommenden Jahre vorgesehen, um die Zahl der Verkehrstoten nachhaltig zu senken und die Straßen sicherer zu machen.
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