BUND fordert Stopp für klimaschaedliche Gasheizungen

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Berlin. Die Bundesregierung plant laut aktuellen Eckpunkten zum Gebäudemodernisierungsgesetz weiterhin den Einbau klimaschädlicher Gas- und Ölheizungen zu erlauben. Der Bundesverband für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert diese Vorgehensweise scharf und fordert ein klimaschuetzendes Heizen Bundesregierung in den Mittelpunkt der Energiepolitik zu stellen.

Jetzt klimaschuetzen handeln

Die Bundesregierung will die bisherigen Vorgaben für klimafreundliches Heizen lockern und somit den ungebremsten Einbau fossiler Heizsysteme ermöglichen. Statt bestehende Regelungen zur Reduzierung von Gas- und Ölheizungen aufrechtzuerhalten, sieht der Entwurf vor, durch Beimischungsquoten von Biomethan oder Wasserstoff einen angeblich umweltfreundlicheren Betrieb zu fördern. Der BUND bewertet diese Maßnahmen kritisch, da sie vor allem die Geschäftsmodelle der Gaswirtschaft sichern und gleichzeitig die Heizkosten für Verbraucherinnen und Verbraucher erhöhen könnten.

Kritik des BUND am Gesetzesentwurf

Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND, erklärte:

„Die Union hat den Vorschlag der fossilen Lobby durchgesetzt, auf Kosten von Klima und Verbraucher*innen. Anstatt fossile Geschäftsmodelle abzusichern, muss die Bundesregierung den Klimaschutz im Gebäudesektor endlich voranbringen. Menschen müssen vor steigenden Heizkosten geschützt und beim Umstieg auf erneuerbare Wärme unterstützt werden.“

Der Verband fordert ein Ende des Nachrüstens klimaschädlicher Heizungen und stattdessen die Förderung einer sozialen Wärmewende mit Fokus auf erneuerbare Energien.

Auswirkungen auf Verbraucherinnen und Verbraucher

Besonders betroffen sind Mieterinnen und Menschen mit geringem Einkommen, für die ein schneller Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme oft schwierig ist. Die vorgesehene Beimischung teurer Brennstoffe wie Biomethan und Wasserstoff kann zu steigenden Heizkosten führen, ohne eine echte Perspektive für die Betroffenen zu bieten. Der BUND sieht darin eine soziale und ökologische Fehlentwicklung, die dringend korrigiert werden müsse.

  • Erlaubnis des Einbaus klimaschädlicher Heizungen bleibt bestehen
  • Beimischlegung fossiler und teurer Brennstoffe soll Geschäftsmodell der Gaswirtschaft sichern
  • Heizkosten für Verbraucher durch Pflicht zur Beimischung steigen

Bürgerinnen und Bürger können den Eilappell des BUND unterstützen, um die Bundesregierung zur Änderung des Gesetzesentwurfs aufzufordern. Mehr Informationen finden sich direkt beim BUND unter www.aktion.bund.net/gaslobby-geschenk-stoppen.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung für die regionale Energieversorgung und Klimapolitik

Auch für die Region ist diese politische Entscheidung relevant. Die Fortführung fossiler Heizsysteme steht im Widerspruch zu den Zielen der regionalen Klimaschutzinitiativen, die eine nachhaltige Wärmeversorgung anstreben. Für private Haushalte und Vermieterinnen ergeben sich damit weiterhin Herausforderungen beim Übergang zu erneuerbaren Energien im Wärmesektor. Soziale Aspekte gewinnen hierbei an Bedeutung, da steigende Heizkosten für einkommensschwache Haushalte eine Belastung darstellen.

Die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung werden von mehreren Umweltverbänden als „Heizkostenfalle“ kritisiert. Neben dem BUND fordert etwa auch der Deutsche Naturschutzring eine Überprüfung und Anpassung der Regelungen.

Für Bürgerinnen und Bürger in der Region bedeutet dies:

  • Informationsbedarf zu alternativen Heizsystemen und Fördermöglichkeiten steigt
  • Notwendigkeit zum Dialog zwischen Politik, Verbrauchern und Energieversorgern
  • Potenzial für regionale Initiativen zur nachhaltigen und sozialen Wärmewende

Der BUND plant weiterhin Informationskampagnen und ruft zur aktiven Beteiligung an politischen Prozessen auf. Weitere Details zu klimaschützenden Heizoptionen finden sich auf der Website regionalupdate.de sowie auf der offiziellen Seite des BUND unter www.bund.net.


Artikel zu klimaschuetzendes Heizen Bundesregierung auf regionalupdate.de

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