Düsseldorf. Die steuerfunktion automations technologie gewinnt in deutschen Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Laut der Studie „Tax Technology 3.0“ von Grant Thornton und Lünendonk ist die Automatisierung im Steuerbereich vor allem durch regulatorische Vorgaben getrieben, während der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) derzeit noch ausbaufähig ist.
Steuerfunktion im Wandel
Die Regulierung, insbesondere durch E-Invoicing und internationale Vorgaben, gilt mit 87 Prozent als stärkster Auslöser für die Automatisierung in der Steuerfunktion. Fast sechs von zehn Unternehmen sehen die globale Mindestbesteuerung als weiteren wichtigen Faktor. Prozesse rund um Umsatzsteuer-Meldungen und das Reporting werden derzeit überwiegend automatisiert umgesetzt.
Systemarchitektur und Datenqualität als zentrale Herausforderungen
Trotz dieser Fortschritte nutzen 94 Prozent der Unternehmen weiterhin Excel als Bindeglied zwischen unterschiedlichen Systemen, was Lücken in der digitalen Infrastruktur offenbart. Zwar setzen 85 Prozent auf ERP-Systeme wie SAP, allerdings sind relevante Daten oft noch dezentral abgelegt, was den Automatisierungsgrad einschränkt. Budgetrestriktionen, Schwierigkeiten bei der Systemintegration und unzureichende Datenqualität werden als größte Hemmnisse genannt.
Künstliche Intelligenz im Steuerbereich noch zurückhaltend eingesetzt
Die Anwendung von KI-Lösungen in der Steuerfunktion erfolgt bislang eher verhalten. 44 Prozent der Befragten verwenden keine KI-Technologien, während andere Tools wie Robotic Process Automation (RPA) mit 27 Prozent bereits häufiger produktiv sind. Agentic AI befindet sich bei 15 Prozent der Unternehmen in der Planungsphase, ein produktiver Einsatz ist noch nicht verzeichnet.
„Compliance und Beratung werden sich strukturell trennen. Compliance-Themen werden in Zukunft häufiger durch eine automatisierte Infrastruktur bearbeitet, während die Expertinnen und Experten in der Steuerfunktion vermehrt Beratungsaufgaben übernehmen“, sagte Stefanie Nattkämper-Scholz, Partnerin bei Grant Thornton.
Bezogen auf die zunehmende Digitalisierung der Steuerfunktion, zeigt sich, dass die Technologie das Arbeitsprofil der Steuerabteilungen deutlich verändern wird.
Steuerfunktion als Business-Enabler
Steigende Automatisierung ermöglicht es der Steuerfunktion, sich vom reinen Compliance-Dienstleister zum internen Berater und Business-Enabler zu entwickeln. Bereits heute hat die Steuerfunktion Einfluss auf wichtige Unternehmensentscheidungen wie Investitionsplanung und Standortwahl. Die Studie zeigt, dass sich 58 Prozent der Steuerabteilungen als Mischrolle aus Compliance und Beratung verstehen, während 15 Prozent sich bereits als Business-Enabler sehen.
Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet diese Entwicklung eine effizientere und transparentere Unternehmenssteuerung. Für die Unternehmen selbst steht die Optimierung ihrer Steuerprozesse im Fokus, um zukünftigen regulatorischen Anforderungen besser zu begegnen.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Ausblick auf die digitale Steuerfunktion in der Region Düsseldorf
In Düsseldorf ansässige Unternehmen profitieren von einer zunehmenden Automatisierung ihrer Steuerfunktionen, die durch moderne Technologien unterstützt wird. Die kontinuierliche Integration von KI und automatisierten Prozessen wird als strategisches Ziel betrachtet, um den gestiegenen regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden. Steuerverantwortliche in der Region sind daher gehalten, ihre Systeme zu modernisieren und das Datenmanagement zu verbessern.
Detaillierte Informationen zur Studie „Tax Technology 3.0“ bietet Lünendonk unter www.luenendonk.de. Ein weiterführender Überblick über steuerliche Digitalisierungsthemen ist außerdem bei Grant Thornton Deutschland verfügbar.
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