Hamburg. Die ARD barrierefreie Angebote werden im neuen Aktionsplan 2026 bis 2028 deutlich ausgeweitet. Schwerpunkt ist der Ausbau der ARD Mediathek mit mehr Inhalten in Deutscher Gebärdensprache sowie Audiodeskriptionen und verbesserten Untertiteln.
Mehr Barrierefreiheit jetzt
Die ARD plant den stufenweisen Ausbau ihrer barrierefreien Angebote vor allem in der ARD Mediathek. Für die kommenden drei Jahre stehen über 1,7 Millionen Euro bereit, um den redaktionellen Ausbau zu fördern. Mit zusätzlichen technischen Maßnahmen sollen verschiedene Nutzergruppen besser erreicht werden.
Mehr Inhalte in Deutscher Gebärdensprache
Die Zahl der Sendungen mit Deutscher Gebärdensprache (DGS) wird deutlich erhöht. Für 2026 sind unter anderem Premium-Dokumentationen, Reportagen und Shows vorgesehen. 2027 folgen Crime-Formate und Sportdokumentationen. 2028 sollen lange Dokumentarfilme und Highlight-Talkformate hinzukommen. Im Ersten wird das DGS-Angebot weiter ausgeweitet, unter anderem mit einer Gebärdensprache-Version der neuen Staffel von „In aller Freundschaft“. Zudem wird der gebärdensprachliche Instagram-Kanal „Hand drauf“ in das ARD-Programm integriert.
Ausbau der Audiodeskription
Auch der Bereich Audiodeskription wird verstärkt ausgebaut. Ab 2026 werden insbesondere Naturdokumentationen mit Hörbeschreibungen für blinde und sehbehinderte Menschen ausgestattet. 2027 und 2028 folgen unter anderem Formate wie „ARD Crime Time“ und „ARD History“. Die Informationssendung „ARD Wissen“ wird so nahezu vollständig barrierefrei mit Untertiteln, Gebärdensprache und Audiodeskription angeboten. Live-Übertragungen von Fußball- und Handballspielen im Ersten erhalten standardmäßig eine Audiodeskription, ebenso die Kinderdoku-Reihe „Schau in meine Welt“ ab 2027.
Leichte und einfache Sprache bündeln
Die ARD schafft einen übersichtlichen Zugang zu Angeboten in leichter und einfacher Sprache, um etwa 17 Millionen Menschen in Deutschland mit Verständnisschwierigkeiten besser zu informieren. Ab Sommer 2026 werden diese Inhalte auf tagesschau.de kompakt gebündelt. Zusätzlich startet ein WhatsApp-Kanal, der werktäglich Hinweise auf barrierearme Nachrichten gibt. Die Kanäle sind öffentlich und frei abonnierbar.
Untertitelangebot wird vervollständigt
Das Erste ist fast vollständig untertitelt, die dritten Programme erreichen Quoten zwischen 76 und 95 Prozent. Lücken im Untertitelangebot werden in den kommenden Jahren geschlossen. Zudem wird die Verbreitung untertitelter Inhalte verbessert, und KI-gestützte Transkripte werden für Streaming-Angebote bereitgestellt.
Beispiel:
„Die ARD will mit dem Aktionsplan die Barrierefreiheit deutlich ausbauen und damit die Teilhabe für Menschen mit Behinderungen verbessern“, sagte ein Sprecher der ARD.
Beispiel:
- Über 1,7 Millionen Euro für redaktionellen Ausbau
- Erweiterung DGS-Angebote um mehr als 100 neue Sendungen
- Audiodeskription besonders bei Dokumentationen und Sport
- Bündelung leichter Sprache auf tagesschau.de und per WhatsApp
- Vervollständigung der Untertitelungen im TV und Streaming
Weitere Informationen zur ARD und barrierefreien Angeboten finden Sie auf regionalupdate.de und der offiziellen ARD-Webseite ard.de.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
ARD barrierefreie Angebote für die regionale Gemeinschaft
Für Zuschauerinnen und Zuschauer in Hamburg und Umgebung bedeutet der Ausbau der barrierefreien Angebote eine bessere Teilhabe am Programm der ARD. Besonders für gehörlose, sehbehinderte und Menschen mit Verständnisschwierigkeiten werden künftig mehr Inhalte zugänglich. Die Integration des Instagram-Kanals „Hand drauf“ und der WhatsApp-Service erleichtern zudem die digitale Nutzung.
Die ARD plant, die Maßnahmen kontinuierlich zu überprüfen und anzupassen. Die Ausweitung der Angebote erfolgt in mehreren Stufen von 2026 bis 2028. Damit reagiert die ARD auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen und fördert Inklusion im öffentlichen Rundfunk.
Interessierte finden weiterführende Informationen und aktuelle Berichte auf regionalupdate.de. Für detaillierte Auskünfte zur Umsetzung steht die ARD-Presse zur Verfügung.
