Hamburg. Soziale Angststörung stellt für Betroffene eine erhebliche Belastung im Alltag dar, da der Umgang mit sozialen Situationen stark eingeschränkt ist. Eine digitale Hilfe bietet die soziale angststoerung therapie mit dem Programm velibra, das online als Ergänzung oder Übergangslösung verfügbar ist.
Soziale Angst verstehen
Soziale Angststörung ist deutlich mehr als normale Schüchternheit oder Lampenfieber. Betroffene erleben langanhaltende, intensive Ängste, in sozialen Situationen negativ bewertet zu werden. Häufig führen diese Ängste dazu, dass Menschen Treffen mit anderen, Präsentationen oder spontane Gespräche meiden. Psychotherapeutin Dr. Gitta Jacob erklärt, dass die Sorge vor Ablehnung oder Ausgelachtwerden die Betroffenen oft in soziale Isolation treibt.
Soziale Medien als Einflussfaktor
Digitale Plattformen können sowohl Ursache als auch Verstärker sozialer Angstzustände sein. Ständiger Vergleich mit anderen und der Druck zur idealisierten Selbstdarstellung erhöhen Stress und verringern das Selbstwertgefühl. Betroffene empfinden digitale Kommunikation oft als weniger belastend als persönliche Interaktionen. Diese Verlagerung ins Virtuelle kann aber reale Ängste zusätzlich verstärken und einen Teufelskreis entstehen lassen.
Digitale Therapie als Chance bei sozialer Angststörung
Digitale Gesundheitsanwendungen gewinnen für die Behandlung sozialer Angststörungen zunehmend an Bedeutung, vor allem angesichts langer Wartezeiten auf Therapieplätze. Die DiGA velibra ist ein wissenschaftlich geprüftes Programm, das Betroffene durch virtuelle Gespräche und Übungen begleitet, um angstauslösende Gedankenmuster zu verändern und soziale Kompetenzen aufzubauen.
Funktionsweise von velibra
Laut Dr. Gitta Jacob unterstützt velibra Betroffene darin, Körperreaktionen wie Schwitzen oder Erröten bewusst wahrzunehmen und sich von belastenden Angstgedanken zu distanzieren. Die Nutzer lernen, ihre Aufmerksamkeit anders zu richten und sich schrittweise ihrer Angst zu stellen. Das Programm kann sowohl allein als auch in Kombination mit einer klassischen Therapie eingesetzt werden.
- Schnell und flexibel nutzbar
- Therapiebegleitend oder eigenständig einsetzbar
- Rezeptverordnungsfähig in Deutschland
„Unser Programm unterstützt Betroffene mit gezielten Übungen dabei, ihre Angst zu verstehen, körperliche Reaktionen einzuordnen und mit herausfordernden Situationen umzugehen“, sagte Dr. Gitta Jacob.
Weitere Informationen zu digitalen Therapien und psychischen Erkrankungen finden Interessierte auf regionalupdate.de sowie auf der offiziellen Seite des Bundesministeriums für Gesundheit bmg.bund.de.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Fazit und Ausblick: Soziale Angststörung therapie im Alltag
In Deutschland leiden schätzungsweise 7 bis 12 Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens an einer sozialen Angststörung. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer. Die frühzeitige Suche nach therapeutischer Unterstützung verbessert die Prognose und kann einer Chronifizierung vorbeugen. Digitale Gesundheitsanwendungen wie velibra bieten eine wichtige Ergänzung zur ambulanten Versorgung und erleichtern den Zugang zu Therapien.
Für Betroffene in Hamburg und anderen Regionen eröffnet sich mit der soziale angststoerung therapie eine flexible und niederschwellige Möglichkeit, Ängste abzubauen und wieder selbstbestimmt soziale Kontakte zu pflegen. Weitere Schritte zur Verbesserung der Versorgung sind geplant, um Wartezeiten zu verkürzen und Therapieangebote auszubauen.
Interessierte können über velibra.de sowie durch ihre Ärztin oder ihren Arzt Informationen und Zugang erhalten.
