Soziale Medien verstärken Angst und Isolation

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Hamburg. Menschen mit sozialer Angststörung erleben den Alltag häufig als belastend, da sie öffentliche Auftritte oder Gespräche mit Unbekannten vermeiden. Die soziale angststoerung hamburg betrifft rund 7 bis 12 Prozent der Bevölkerung in Deutschland und kann durch digitale Gesundheitsanwendungen behandelt werden.

Soziale Angst verstehen

Merkmale der sozialen Angststörung

Die soziale Angststörung unterscheidet sich deutlich von gewöhnlicher Schüchternheit oder Lampenfieber. Betroffene leiden unter einer übermäßig starken und langanhaltenden Angst, die den Alltag spürbar beeinträchtigt. Die Angst, negativ bewertet, ausgelacht oder abgelehnt zu werden, führt oft zu sozialem Rückzug.

Dr. Gitta Jacob, Psychologische Psychotherapeutin, erklärt:

„Anders als normale Schüchternheit oder Lampenfieber ist diese Angst übermäßig stark, langanhaltend und beeinträchtigt den Alltag. Betroffene fürchten, negativ bewertet, ausgelacht oder abgelehnt zu werden und ziehen sich häufig ganz zurück.“

Einfluss sozialer Medien

Soziale Medien können sowohl Ursache als auch Verstärker einer sozialen Angststörung sein. Ständige Vergleiche und der Drang zur idealisierten Selbstdarstellung führen zu Unsicherheiten und vermindertem Selbstwertgefühl. Allerdings wird digitale Kommunikation von Betroffenen oft als weniger bedrohlich empfunden als reale soziale Begegnungen. Diese Verlagerung kann die Angst und das Vermeidungsverhalten jedoch verstärken.

Behandlungsmöglichkeiten bei sozialer Angststörung

Frühe therapeutische Hilfe wichtig

Expertinnen und Experten betonen, dass eine frühzeitige Therapie die Prognose verbessert und eine Chronifizierung verhindern kann. Häufig warten Betroffene jedoch Monate, bevor sie professionelle Unterstützung suchen.

Digitale Gesundheitsanwendungen unterstützen Therapie

Vor allem digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) gewinnen an Bedeutung, da sie schnell zugänglich sind und selbstbestimmtes Üben ermöglichen. velibra ist eine der am besten etablierten digitalen Therapien für Angststörungen, die auf Rezept erhältlich ist. Das Programm hilft Betroffenen, Angstgedanken zu erkennen, sich schrittweise angstauslösenden Situationen zu stellen und soziale Kompetenzen zu verbessern.

Dr. Gitta Jacob, Mitentwicklerin von velibra, erläutert:

„Unser Programm unterstützt Betroffene mit gezielten Übungen dabei, ihre Angst zu verstehen, körperliche Reaktionen einzuordnen und mit herausfordernden Situationen umzugehen. Soziale Angst wird verstärkt durch typische Angstgedanken und eine übermäßige Beobachtung der eigenen Reaktionen wie Schwitzen oder Rotwerden.“

  • velibra kann als eigenständige Therapie, Ergänzung oder Überbrückung genutzt werden
  • hilft, die Aufmerksamkeit von Angstgedanken wegzulenken
  • fördert den Aufbau sozialer Fähigkeiten

Webseite: www.velibra.de

Bewegungen im Bereich der digitalen Therapie bieten neue Chancen zur Behandlung sozialer Angststörungen.

Regionale Bedeutung und Ausblick für Hamburg

Für Menschen in Hamburg mit sozialer Angststörung ist es wichtig, frühzeitig professionelle Hilfe zu suchen. Die Verfügbarkeit von digitalen Therapien wie velibra kann den Zugang zur Behandlung erleichtern und Wartezeiten auf konventionelle Therapieplätze überbrücken. Damit können Isolation und Einschränkungen im Alltag vermindert werden. Beratungsstellen und Psychotherapeuten vor Ort unterstützen Betroffene zusätzlich.

Weitere Informationen zum Thema psychische Gesundheit in der Region sind auf regionalupdate.de verfügbar. Ergänzend empfiehlt sich die Informationsseite der Deutschen Angst-Hilfe e. V. mit Fakten und Hilfsangeboten: https://www.angstselbsthilfe.de.


Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Schlussfolgerung: Unterstützung für Betroffene in Hamburg

Die soziale Angststörung ist in Hamburg und Deutschland eine weitverbreitete, aber behandelbare Erkrankung. Digitale Gesundheitsanwendungen bieten neue Wege zur niederschwelligen, flexiblen Unterstützung. Für Betroffene bedeutet dies eine bessere Chance auf Bewältigung der Angst im Alltag und mehr Lebensqualität. Regionale Angebote und die Kombination aus digitaler und persönlicher Therapie werden voraussichtlich weiter ausgebaut, um die Versorgung zu verbessern und Frühinterventionen zu fördern.

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