Kinder in mehr Ländern vor Augenerkrankung geschützt

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München. Die Trachom Augenerkrankung Kinder betrifft vor allem Vorschulkinder in Regionen mit schlechten Hygienebedingungen. Erfreulicherweise gilt die Krankheit inzwischen in 28 Ländern als ausgerottet, wie aktueller Berichten der SOS-Kinderdörfer weltweit zu entnehmen ist.

Kinder vor Trachom geschützt

Das Trachom ist eine bakterielle Infektionskrankheit der Augen, die vor allem in Gegenden mit mangelndem Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen verbreitet ist. Die Erstinfektion erfolgt meist bei Kindern im Vorschulalter, die auch die Hauptüberträger der Krankheit sind. Ohne Behandlung können wiederholte Infektionen zu schweren Augenverletzungen, Sehbehinderungen und Erblindungen führen.

Rückgang der Fälle weltweit

Laut den SOS-Kinderdörfern ist die Zahl der Menschen, die in Anfang 2025 in Trachom-Endemiegebieten leben, auf 103 Millionen gesunken. Im Vergleich zu 2002 hat sich die Zahl der behandlungsbedürftigen Personen nahezu um 94 Prozent verringert, aktuell sind es etwa 97 Millionen. Dies ist vor allem auf verbesserte Umweltbedingungen, Gesundheitsversorgung und Aufklärung zur Gesichtshygiene zurückzuführen.

„Die vermehrte Antibiotika-Vergabe und chirurgische Eingriffe tragen maßgeblich dazu bei, das Ausmaß der Erkrankungen einzudämmen“, sagte Boris Breyer, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit.

Länder, in denen Trachom beseitigt ist

Bisher gelten Länder wie Ägypten, Burundi, Fidschi, Libyen, Mauretanien, Papua-Neuguinea und der Senegal als frei von Trachom. Damit sind inzwischen 28 Staaten offiziell als tra-chomfrei klassifiziert. Trotz dieser Fortschritte bestehen weiterhin Herausforderungen, da in Endemiegebieten oft Naturkatastrophen, Konflikte und infrastrukturelle Schwächen die Krankheitsbekämpfung erschweren.

  • Erkrankte Kinder sind Hauptüberträger des Trachoms
  • Frauen erblinden aufgrund höherer Infektionsraten vier Mal häufiger als Männer
  • 44,4 Millionen Betroffene wurden 2024 mit Antibiotika behandelt

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Trachom Augenerkrankung und ihre Folgen für Familien

In Bayern und Deutschland stellt Trachom derzeit kein gesundheitliches Risiko dar, doch die weltweiten Fortschritte bei der Bekämpfung der Krankheit sind auch für Hilfsorganisationen bedeutend, die sich für den Schutz von Kindern und Familien einsetzen. Die Erkrankung führt ohne Behandlung zu langfristigen Behinderungen, die nicht nur die betroffenen Kinder, sondern auch ihre Familien stark belasten.

Für Betroffene in Endemiegebieten sind präventive Maßnahmen und medizinische Behandlung entscheidend. Die SOS-Kinderdörfer unterstützen Informationskampagnen und vermitteln Hygienewissen, um die Übertragung weiter zu reduzieren. Bürgerinnen und Bürger können über die offiziellen Seiten mehr über das Thema erfahren und sich zu Engagementmöglichkeiten informieren, etwa unter SOS-Kinderdörfer.

Weitere aktuelle Informationen zum Thema Augengesundheit und Prävention bietet das Bundesgesundheitsministerium.


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