Marburg. Rund 20.000 Patientinnen und Patienten in Deutschland mit seltenen Erkrankungen sind auf plasmabasierte Medikamente angewiesen. Am 28. Februar macht der Rare Disease Day auf die lebenswichtige Rolle von plasmaspenden seltene erkrankungen aufmerksam.
Plasmaspenden retten Leben
Seltene Erkrankungen betreffen weniger als fünf von 10.000 Menschen. In Deutschland sind etwa vier Millionen Menschen von einer solchen Krankheit betroffen. Für viele Betroffene ist die Diagnose langwierig: Im Durchschnitt dauert es fast fünf Jahre bis zur richtigen Einordnung der Symptome. Über 6.000 verschiedene seltene Erkrankungen sind bekannt, doch für mehr als 90 Prozent fehlen bislang zugelassene Therapien.
Plasma als wichtige Therapiequelle
Etwa 20.000 Menschen in Deutschland sind auf Medikamente angewiesen, die aus menschlichem Blutplasma hergestellt werden. Da solche Arzneimittel bisher nicht synthetisch erzeugt werden können, sind regelmäßige Plasmaspenden unerlässlich. CSL Plasma betreibt in Deutschland 18 Plasma Center, unter anderem auch in Marburg, und baut sein Netz mit weiteren Standorten aus. Ziel ist es, die Versorgung mit den lebensrettenden Medikamenten sicherzustellen.
Beispiel aus Marburg
Der 19-jährige Filip leidet an einem hereditären Angioödem, einer seltenen genetischen Erkrankung. Sein Körper produziert ein entscheidendes Protein aus Blutplasma nicht ausreichend. Seit seiner Diagnose mit 17 Jahren erhält er plasmabasierte Medikamente, die ihm ein nahezu normales Leben ermöglichen. Seine Mutter beschreibt die schwierige Zeit vor der Diagnose:
„Es war furchtbar zu erleben, wie er unter starken Schmerzen und heftigem Erbrechen litt.“
Filip unterstreicht die Bedeutung der Spenden:
„Diese Menschen retten mein Leben.“
In Marburg setzt CSL Plasma am 28. Februar mit der Beleuchtung der Alten Universität in den Farben des Rare Disease Day ein sichtbares Zeichen der Solidarität.
Beachten Sie hierzu weitere Informationen auf der Webseite des Unternehmens direkt unter CSL Plasma sowie zum Rare Disease Day auf der Seite von EURORDIS.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung für Marburg und die Region
Die Präsenz von CSL Plasma in Marburg trägt erheblich zur Sicherstellung der Plasmaspenden in der Region bei. Die gewonnene Ressource wird am Standort unter anderem für die Herstellung von Therapien verwendet, die Patienten mit seltenen Erkrankungen zugutekommen. Für Berufstätige und Studierende bieten die innerstädtischen Plasma Center gute Erreichbarkeit und flexible Spendenzeiten.
Für Betroffene bedeutet dies eine verlässlichere Versorgung mit lebenswichtigen Medikamenten. Gleichzeitig sensibilisiert die Aktion zum Rare Disease Day für die Herausforderungen seltener Krankheiten und die Bedeutung von Plasmaspenden. Das Engagement in der Region soll auch weiterhin ausgebaut werden, unter anderem durch neue Standorte in Leipzig und Hamburg.
Weitere Informationen zum Thema seltene Erkrankungen und wie Sie sich beteiligen können, bietet das Online-Magazin regionalupdate.de.
