KI-Lösung für Diabetes-Patienten gewinnt Gesundheitspreis

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Stuttgart. Das Forschungsprojekt EPWUF-KI der Hochschule Niederrhein wird für seine Fortschritte in der KI Wundversorgung Diabetes mit dem Gesundheitspreis „Ideas for Impact“ 2026 ausgezeichnet. Zudem erhielt das Bremer Projekt ProKIP einen Sonderpreis für die Integration von Künstlicher Intelligenz in die Pflege.

Innovative KI-Preisverleihung

Das Projekt EPWUF-KI (Entlastung der Pflege im Bereich der Wundbehandlung am Beispiel des diabetischen Fußsyndroms durch ein hybrides KI-System) kombiniert Sensorik und Künstliche Intelligenz, um die Versorgung von Fußwunden bei Diabetes-Patienten zu verbessern. Die Forschenden um Prof. Dr. Hubert Otten von der Hochschule Niederrhein entwickelten eine sensorbasierte Sohle, welche den Druck auf Wunden misst. Die Daten werden über eine Smartwatch-App an die Patient:innen übermittelt, sodass bei zu hoher Belastung sofort reagiert werden kann. Pflegende und Ärzt:innen können über eine Webanwendung die Daten einsehen und die Behandlung anpassen. Zusätzlich unterstützt ein mobiles KI-Tool die Wundvermessung und -dokumentation.

Studien bestätigen Nutzen

In zwei Studien zeigte sich, dass das System den Wundverschluss um bis zu 200 Tage beschleunigen kann. Zudem entlastet die KI-gestützte Dokumentation Pflegekräfte bei der Beurteilung und Entscheidungsfindung. Neben der Hochschule Niederrhein waren weitere Partner aus dem Bereich der Diabetologie und Pflege beteiligt. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt.

„Das KI-basierte System hat einen klar erkennbaren Nutzen für Patient:innen, Pflegekräfte und Ärzt:innen gleichermaßen und trägt damit auf mehreren Ebenen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung bei“, sagte Prof. Dr. Mark Dominik Alscher, Geschäftsführer des Bosch Health Campus.

Der mit 100.000 Euro dotierte Gesundheitspreis „Ideas for Impact“ wird alle zwei Jahre vergeben und würdigt mit dem Bosch Health Campus innovative Projekte zur Verbesserung der Versorgung älterer Menschen. Das Preisgeld wird für die Weiterentwicklung und den Transfer des Systems genutzt. Zusätzlich erhalten die Preisträger weitere finanzielle Unterstützung für Transferaktivitäten.

Sonderpreis für Bremer Projekt ProKIP

Das Bremer Forschungsteam der Universität Bremen erhielt einen Sonderpreis in Höhe von 25.000 Euro. Ihr Projekt „Prozessentwicklung und -begleitung zum KI-Einsatz in der Pflege – ProKIP“ begleitet und evaluiert verschiedene Vorhaben zur Integration von KI im Pflegebereich, unter anderem hinsichtlich Nutzen, Datenqualität und ethischer Fragestellungen.

Die Preisverleihung findet am 26. Februar 2026 in Berlin in der Robert Bosch Stiftung statt, mit einer Keynote von Sascha Lobo.

Beispiel:

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Abschluss

Die Auszeichnung des Projekts EPWUF-KI verdeutlicht den Fortschritt bei der Anwendung von Künstlicher Intelligenz in der medizinischen Versorgung von Diabetespatienten in Nordrhein-Westfalen. Für Betroffene bedeutet dies eine verbesserte Behandlung des diabetischen Fußsyndroms und eine potenzielle Reduktion von schweren Komplikationen. Pflegende erhalten digitale Unterstützung, die den Arbeitsalltag erleichtert. Die Förderung durch den Bosch Health Campus ermöglicht den weiteren Ausbau der Lösung und die Übertragung auf andere Krankheitsbilder. Die Region profitiert dadurch von einer Spitzenposition in der digitalen Gesundheitsforschung.

Mehr Informationen zum Thema Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen finden Sie auf regionalupdate.de sowie auf der offiziellen Webseite des Bosch Health Campus bosch-health-campus.com.

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