Nürnberg. Der Arbeitsmarkt im Februar 2026 zeigt sich mit einer nur geringen Veränderung der Arbeitslosenzahlen stabil. Laut der Bundesagentur für Arbeit liegt die Arbeitslosigkeit weiterhin bei über 3 Millionen, die Arbeitslosenquote sank leicht auf 6,5 Prozent. Die arbeitsmarkt februar 2026 Zahlen bestätigen eine verhaltene Entwicklung ohne nennenswerten Aufschwung.
Arbeitsmarkt bleibt stabil
Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung im Überblick
Im Februar 2026 ist die Zahl der Arbeitslosen um 15.000 auf 3.070.000 Personen gesunken, wobei sich saisonbereinigt im Vergleich zum Vormonat praktisch keine Veränderung ergab. Die Arbeitslosenquote verringerte sich leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Arbeitslosenzahl jedoch um 81.000, die Quote stieg um 0,1 Prozentpunkte. Das Statistische Bundesamt ermittelte für Januar eine Erwerbslosenquote von 4,2 Prozent nach dem ILO-Erwerbskonzept.
Die umfassendere Unterbeschäftigung, welche neben der Arbeitslosigkeit auch Arbeitsmarktmaßnahmen und kurzfristige Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, ist saisonbereinigt um 3.000 Personen auf 3.724.000 gesunken und liegt im Jahresvergleich um 4.000 niedriger.
Kurzarbeit und Erwerbstätigkeit
Für den Zeitraum vom 1. bis 23. Februar wurde Kurzarbeit für 35.000 Personen gemeldet. Die tatsächlich in Anspruch genommene Kurzarbeit lag im Dezember 2025 bei 139.000 Beschäftigten, ein Rückgang von 48.000 gegenüber dem Vormonat sowie 72.000 im Vergleich zum Vorjahr.
Die Zahl der Erwerbstätigen sank saisonbereinigt im Januar 2026 um 13.000 auf 45,66 Millionen. Im Jahresvergleich verringerte sie sich um 94.000 Personen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stieg von November auf Dezember 2025 leicht um 5.000, liegt jedoch im Jahresvergleich um 40.000 niedriger. Geringfügig entlohnte Beschäftigungen gingen um 46.000 auf 7,58 Millionen zurück.
Arbeitskräftenachfrage und Ausbildungsmarkt
Zum Februar meldete die Bundesagentur 638.000 offene Stellen, was 1.000 weniger sind als vor einem Jahr. Der BA-Stellenindex legte um 4 Punkte auf 106 zu, wird allerdings durch Großaufträge einzelner Arbeitgeber beeinflusst. Ein allgemeiner Anstieg der Nachfrage ist nicht zu erkennen, vielmehr stabilisiert sich der Arbeitsmarkt auf niedrigem Niveau.
Am Ausbildungsmarkt meldeten sich seit Oktober 2025 298.000 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, 4.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen lag mit 345.000 um 52.000 unter dem Vorjahreswert. Die Daten für Februar geben aufgrund der hohen Dynamik des Ausbildungsmarktes noch keine endgültige Einschätzung.
„Auch zum Ende der Winterpause kommt der Arbeitsmarkt nicht in Schwung. Die Arbeitslosigkeit verändert sich kaum und bleibt über 3 Millionen“, sagte Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit.
Ausblick: Entwicklungen am Arbeitsmarkt im Frühjahr 2026
Die Daten zum arbeitsmarkt februar 2026 weisen auf eine insgesamt stabile Lage hin. Für die kommenden Monate bleiben jedoch die Entwicklungen am Ausbildungsmarkt sowie mögliche konjunkturelle Impulse maßgeblich für eine Veränderung der Beschäftigungssituation. Die Bundesagentur für Arbeit stellt regelmäßig aktualisierte Daten bereit, um die weitere Entwicklung nachvollziehen zu können.
Weitere aktuelle Informationen zum Arbeitsmarkt sind auf regionalupdate.de verfügbar. Offizielle Zahlen und weiterführende Details bietet zudem die Bundesagentur für Arbeit unter arbeitsagentur.de.
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