SoVD Aktion zum Equal Pay Day: Deutschland muss endlich gerecht werden!

SoVD fordert Gerechtigkeit zum Equal Pay Day

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Berlin. Die Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern in Deutschland bleibt weiterhin bestehen. Zum Equal Pay Day im Jahr 2026 erhalten Frauen im Durchschnitt 16 Prozent weniger Gehalt als Männer, was bedeutet, dass sie bis zum 27. Februar faktisch 58 Tage ohne Bezahlung arbeiten.

Lohnungerechtigkeit stoppen

Die Diskussion um den equal pay day macht jedes Jahr erneut deutlich, dass die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern nach wie vor groß ist. Im Jahr 2025 lag der Unterschied in der Bezahlung bei 16 Prozent, eine Zahl, die sich im vergangenen Jahr nicht weiter reduziert hat. Der Equal Pay Day markiert symbolisch den Zeitpunkt, bis zu dem Frauen aufgrund der Gehaltsdifferenz faktisch unbezahlt arbeiten.

Ursachen der Lohnungleichheit

Ein wesentlicher Faktor für die bestehende Lohnlücke sind die niedrigeren Stundenlöhne bei Teilzeitbeschäftigung, die von vielen Frauen aufgrund von Sorgearbeit angenommen wird. Frauen tragen weiterhin den Großteil dieser unbezahlten oder gering bezahlten Arbeit, was zu einer Benachteiligung im Erwerbsleben führt.

„Es ist nicht hinnehmbar, dass Frauen benachteiligt werden, weil sie ihre Arbeitszeit reduzieren, um den Großteil der Sorgearbeit zu übernehmen – Arbeit, ohne die keine Volkswirtschaft funktionieren kann“, sagte Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende.

Forderungen nach mehr Transparenz

Die Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie wird als notwendiger Schritt gesehen, um diskriminierende Gehaltsstrukturen aufzuzeigen und abzubauen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) fordert eine konsequente Anwendung und Ahndung von Verstößen, um mehr Transparenz in Betrieben zu schaffen.

„Wir brauchen endlich mehr Transparenz bei Gehältern, um Diskriminierung zu erkennen und abzubauen“, betont Michaela Engelmeier, SoVD-Vorstandsvorsitzende.

  • Der Equal Pay Day 2026 findet am 27. Februar statt.
  • Frauen verdienen im Schnitt 16 Prozent weniger als Männer.
  • Die Lohnlücke hat sich im letzten Jahr nicht verringert.
  • Sorgearbeit wird überwiegend von Frauen geleistet.
  • Forderungen zum Abbau der Lohnungleichheit umfassen Transparenz und faire Rahmenbedingungen.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Relevanz und Ausblick

In Berlin sowie deutschlandweit haben Aktionen zum Equal Pay Day die weiterhin bestehende Lohnungleichheit thematisiert. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies, dass politische und gesellschaftliche Initiativen weiterhin gefragt sind, um gleiche Bezahlung und gute Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Sorgearbeit zu schaffen. Geplante Maßnahmen umfassen die konsequente Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie und die Förderung partnerschaftlicher Arbeitsaufteilungen.

Nähere Informationen zu dieser Thematik und weiteren regionalen Neuigkeiten finden Sie auf regionalupdate.de. Zudem bietet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sachliche Informationen zu Gleichstellung und Entgeltgerechtigkeit unter www.bmfsfj.de.

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