Berlin. Ein aktuelles Gutachten der Prognos AG zeigt, dass steuerliche Anreize Wohnungbau effektiv fördern können. Diese Maßnahmen verbinden wohnungs- und wirtschaftspolitische Ziele und unterstützen die heimische Bauwirtschaft nachhaltig.
Steueranreize stärken Bau
Das Gutachten untersucht drei konkrete steuerliche Förderinstrumente, die bereits im Koalitionsvertrag erwähnt sind und zur Belebung der Bautätigkeit beitragen sollen. Dazu gehören eine Steuerermäßigung von 7,5 Prozent der Bau- oder Erwerbskosten selbstgenutzten Wohnraums über acht Jahre mit Kinderbonus, eine jährliche Steuerermäßigung von 40 Prozent der Darlehenszinsen über fünf Jahre sowie ein Sonderausgabenabzug von 5 Prozent der Baukosten für Neubauten nach EH55Plus-Standard.
Wirkung auf Investitionen und Arbeitsmarkt
Die Ergebnisse zeigen, dass diese Instrumente jährlich zusätzliche Investitionen zwischen sechs und 40 Milliarden Euro anstoßen. Darüber hinaus führen sie zu Produktionsimpulsen von bis zu 76 Milliarden Euro pro Jahr und sichern oder schaffen bis zu 324.000 Vollzeitstellen in der Bauwirtschaft.
Effekte auf Wohnungsmarkt und Familien
Wohnungspolitisch könnten bis zu 240.000 neue Wohneinheiten entstehen, wodurch etwa 720.000 Haushalte mehr Zugang zu Wohneigentum erhalten. Familien profitieren besonders durch den Kinderbonus und gestaffelte Förderobergrenzen, die gezielt auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind.
„Steuerliche Vorteile für selbstgenutztes Wohneigentum können ein wirkungsvolles Element einer integrierten Wohnungs- und Baupolitik sein“, sagte Thomas Drinkuth, Leiter der Repräsentanz Transparente Gebäudehülle.
Fiskalische Auswirkungen der Förderinstrumente
Obwohl die steuerlichen Anreize anfänglich zu Mindereinnahmen führen, kompensieren die zusätzlichen Investitionen diese durch erhöhte Einnahmen aus Einkommensteuer, Mehrwertsteuer und Unternehmensbesteuerung. So kostet die Steuerermäßigung von 7,5 Prozent über die Laufzeit rund 72,6 Milliarden Euro, erzielt jedoch Einnahmen von 71,8 Milliarden Euro. Zwischen 2027 und 2030 konnten die Haushalte sogar ein Plus von 35 Milliarden Euro verzeichnen. Besonders effektiv zeigt sich der Sonderausgabenabzug, der über die gesamte Laufzeit Staatseinnahmen von 14 Milliarden Euro gegenüber Kosten von 8 Milliarden Euro generiert.
Rahmenbedingungen für den Erfolg
Das Gutachten betont die Bedeutung verlässlicher und langfristiger Rahmenbedingungen. Eine haushaltspolitische Absicherung, konsistente Ausgestaltung und Verzahnung mit regulatorischen Vorgaben wie dem Gebäudeenergiegesetz oder der EU-Gebäuderichtlinie sind entscheidend für die nachhaltige Wirkung der Förderinstrumente.
Weitere Informationen zur Studie bietet die Repräsentanz Transparente Gebäudehülle unter https://transparente-gebaeudehuelle.de/Hintergrund.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Steuerliche Anreize im regionalen Kontext
Für Bürgerinnen und Bürger in der Region bedeutet die Einführung solcher steuerlichen Anreize eine größere Chance auf bezahlbaren Wohnraum und eine Belebung der hiesigen Bauwirtschaft. Die mögliche Schaffung von bis zu 240.000 zusätzlichen Wohneinheiten kann den angespannten Wohnungsmarkt entspannen. Familien profitieren von finanziellen Entlastungen, die den Erwerb von Wohneigentum erleichtern.
Zukünftige Entwicklungen sehen vor, die staatliche Förderung dauerhaft und verlässlich zu gestalten. Kommunen und Bauunternehmen werden so Planungssicherheit erhalten, was Investitionen in regionale Bauprojekte erleichtert. Bürgerinnen und Bürger können sich über eine verbesserte Angebotssituation und eine nachhaltige Wohnraumentwicklung freuen.
Weitere regionale Hintergrundinformationen zu Wohnungsbau und Fördermaßnahmen finden Sie unter regionalupdate.de.
Informationen zur steuerlichen Förderung im Wohnungsbau bietet zudem das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen unter www.bundesregierung.de/bmi.
