Hannover. Das KRH Klinikum Region Hannover hat 2023 die medizinstrategie krh hannover 2030 gestartet, um mit umfassenden Modernisierungen und Neubauten die Gesundheitsversorgung in der Region zukunftssicher zu gestalten. Dabei werden neun Klinikstandorte umgebaut, zusammengeführt und spezialisiert.
Neubauprojekte im Fokus der medizinstrategie krh hannover
Strategische Ausgangslage und Ziele
Die medizinstrategie krh hannover reagiert auf Herausforderungen wie Fachkräftemangel, Investitionsstau und steigende Qualitätsansprüche. Im Rahmen des Programms werden die Klinikbetten von 2.400 auf 1.750 reduziert und gleichzeitig eine Konzentration von Spezialleistungen angestrebt. Ziel ist eine moderne, wirtschaftliche und qualitätsorientierte Patientenversorgung mit einem abgestuften Angebot von Grundversorgung bis Maximalversorgung.
Regionspräsident Steffen Krach und die Geschäftsführer des KRH betonen, dass durch frühzeitige Planung und enge Zusammenarbeit von Land, Region und Klinikverbund Investitionen im dreistelligen Millionenbereich getätigt werden. Die Umsetzung begann bereits vor zwei Jahren, um gesetzliche Vorgaben für Spezialisierung und Qualitätssteigerung zu erfüllen.
Neubauprojekte und Modernisierung an neun Standorten
Das KRH investiert unter anderem in folgende Bauprojekte:
- Klinikum Robert Koch Gehrden: Ersatzneubau mit 349 Betten, Stärkung als Schwerpunktversorger, Erweiterung der neurologischen und palliativen Versorgung. Die Kosten betragen 255,55 Millionen Euro.
- Neubau Klinikum Großburgwedel: Zusammenführung der Standorte Lehrte und Großburgwedel zu einem Schwerpunktkrankenhaus mit 285 Betten, zentrale OP-Bereiche und Notaufnahme. Baubeginn ist für Sommer 2026 geplant, Bauzeit sechs bis acht Jahre, Kosten ca. 250 Millionen Euro.
- Regionales Gesundheitszentrum in Lehrte: Kombination aus ambulanten und stationären Leistungen, u. a. Allgemeinmedizin, Urologie, Radiologie, zehn Betten und 26 Dialyse-Plätze, Fertigstellung für Sommer 2026.
- Pharmazie der Zukunft am Siloah: Neubau einer großen Krankenhausapotheke mit automatisiertem Verteilsystem, Inbetriebnahme 2026 bei Kosten von 35,75 Millionen Euro.
- Psychiatrie Wunstorf: Ersatz des alten Standorts in Modulbauweise, Start 2027, Kosten rund 87,5 Millionen Euro.
- Klinikum Agnes Karll Laatzen: Umbau der Notaufnahme zur Verbesserung der ambulanten und stationären Versorgung bis Mitte 2027.
- Klinikum Mitte (Siloah): Zusammenführung der Standorte Nordstadt und Siloah zum Maximalversorger mit 830 Betten, Planung noch in einer frühen Phase.
- Kinder- und Jugendpsychiatrie Wunstorf: Neubau abgeschlossen, Betrieb ab Frühjahr 2024, Investition 16,67 Millionen Euro.
„In der schwierigen Lage und der Finanznot der meisten Kliniken haben wir das Problem bereits vergleichsweise früh angepackt“, sagte Regionspräsident Steffen Krach.
„Qualität und Versorgungsmöglichkeiten können durch Konzentration von Ressourcen an einzelnen Standorten gewährleistet werden“, erklärt Mediziner Dr. Matthias Bracht.
Die Bauprojekte berücksichtigen neben stationären Anforderungen zunehmend auch neue Versorgungsformen, die die Versorgungslücke zwischen ambulanten und stationären Leistungen schließen.
Weitere Informationen zur regionalen Gesundheitsversorgung finden Sie auf regionalupdate.de sowie auf der offiziellen Seite des KRH www.krh.de.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Umsetzung der medizinstrategie krh hannover – Chancen für die Region
Die medizinstrategie krh hannover zielt darauf ab, die Krankenhauslandschaft in der Region effizienter und moderner zu gestalten. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies eine bessere Spezialisierung der Kliniken, eine höhere Versorgungsqualität gerade in Notfallsituationen sowie ein breiter abgestuftes Angebot, das ambulante und stationäre Leistungen sinnvoll verbindet.
Die laufenden und geplanten Neubauprojekte schaffen nicht nur moderne Infrastruktur, sondern sorgen auch für langfristige Planungssicherheit in einer Zeit hoher finanzieller Herausforderungen im Gesundheitswesen. Mit der Bündelung von Fachdisziplinen an ausgewählten Standorten wird eine nachhaltige und leistungsfähige Versorgung ermöglicht.
Die Fertigstellung verschiedener Bauabschnitte erstreckt sich bis in die späten 2020er Jahre, eine Etappierung, die eine unterbrechungsfreie Versorgung gewährleistet. Der frühzeitige Umsetzungsstart und die politische Unterstützung sind entscheidend für den Erfolg der Strategie.
Lesen Sie mehr über Entwicklung im Gesundheitsbereich und weitere regionale Themen auf regionalupdate.de. Ausführliche Details zum Klinikum Region Hannover finden sich auf krh.de.
